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Datenverluste in Unternehmen durch Malware

12.07.2011 | 17:08 Uhr |

Jedes dritte Unternehmen beklagt Datenverluste durch Malware-Attacken. Laut einer Umfrage eines Antivirusherstellers setzen nur 70 der Unternehmen im gesamten Netzwerk eine Antiviruslösung ein.

Vorfälle im Bereich der IT-Sicherheit gehen meist auf herkömmliche Malware-Attacken zurück, etwa durch Viren, Würmer, Spyware und andere Schädlinge. Spam und Phishing folgen erst dahinter. In einem Drittel der Fälle sind Datenverluste aufgetreten, bei jedem zehnten Vorfall waren sogar sensible Daten betroffen.

Das sind Ergebnisse einer Umfrage und 1300 IT-Verantwortlichen, die im Auftrag des Antivirusherstellers Kaspersky Lab in elf Ländern durchgeführt wurde. Demnach sind 61 Prozent aller IT-Sicherheitsvorfälle durch digitale Schädlinge verursacht worden, 56 Prozent entfallen auf Spam und 36 Prozent auf Phishing-Angriffe.

Nach den Angaben der Umfrageteilnehmer gibt es zum Teil erhebliche Lücken im Schutz vor Malware. Lediglich 70 Prozent der befragten Unternehmen haben eine durchgängige Virenabwehr im gesamten Netzwerk installiert. Drei Prozent setzen gar keine Antiviruslösung ein. Während in Entwicklungsländern etwa zwei Drittel der Unternehmen Sicherheits-Software einsetzen, liegt diese Quote in Großbritannien bei 82 und in den USA sogar bei 92 Prozent.

Während ein großer Teil der Unternehmen ihre IT-Strategie als wichtiger einschätzen als manch andere Bereiche, kämpfen IT-Verantwortliche mit knappen Budgets. Dabei geben größere Unternehmen für IT-Sicherheit mehr Geld pro Mitarbeiter aus als kleinere Firmen. Kleinere Unternehmen (bis 100 Angestellte) investieren im Durchschnitt etwa 5.650 Euro, mittlere (bis 1000 Angestellte) 58.000 Euro und Unternehmen mit mehr als 1000 Angestellten 3,2 Millionen Euro. Kleinunternehmen geben demnach pro Mitarbeiter 65 Euro aus, große Firmen hingegen 272 Euro.

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