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Umfangreiche Botnets in Japan entdeckt

02.02.2005 | 14:36 Uhr |

Die japanische National Police Agency (NPA) warnt vor einem neuen Schädling, der infizierte PCs zu so genannten "Botnets" verbindet.

Die japanische National Police Agency (NPA) warnt vor einem neuen Schädling, der infizierte PCs zu so genannten "Botnets" verbindet. Es handelt sich dabei um einen Wurm, der ein Trojanisches Pferd installiert. Dieses ermöglicht Dritten die Fernsteuerung verseuchter PCs. Die kompromittierten Rechner werden zuweilen auch als "Zombies" oder "Bots" bezeichnet.

Hat ein Angreifer eine größere Zahl von Rechnern unter seine Kontrolle gebracht, kann er mit diesem Netzwerk (daher: Botnet) unter anderen so genannte "Distributed Denial-of-Service"-Angriffe (DDoS) ausführen. Dazu veranlasst er die Bots zu gleicher Zeit eine große Anzahl von Zugriffen zum Beispiel auf einen bestimmten Server zu starten. Dadurch kann der Server überlastet werden und ist dann für Besucher nicht mehr erreichbar.

Eine andere übliche Nutzung solcher Netze ist die Vermietung oder der Verkauf an Spammer, die darüber Millionen von Werbe-Mails aussenden. Die Online-Ausgabe der Zeitung " The Japan Times " berichtet über einen "Virus" namens "bot", der für die kürzlich in Japan beobachtete Entstehung massiver Botnets verantwortlich sein soll.

Zutreffender dürfte sein, dass es weder ein Virus im engeren Sinne ist, noch dass der Schädling "bot" heißt. Vielmehr handelt es sich um einen Wurm, der in PCs eindringt, indem er bekannte Sicherheitslücken in Windows-Systemen ausnutzt. Welcher Wurm sich dort gerade ausbreitet, ist nicht bekannt. Es könnte sich zum Beispiel um einen Vertreter der Familie "SDbot" handeln. Aus dieser Familie werden praktisch täglich neue Varianten entdeckt. Seltener ist, dass die Polizei über Tageszeitungen Warnungen vor Aktivitäten in diesem Bereich verbreitet.

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