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Suns neuer Server löst 128 Aufgaben gleichzeitig

09.04.2008 | 13:56 Uhr |

Massive Parallelverarbeitung praktiziert Suns neue Server-Generation – dank der Fähigkeiten des 'Niagara'-Prozessors in Sachen Chip-Multithreading.

Der Chip mit der Bezeichnung 'Ultrasparc T2 Plus' verarbeitet bis zu 128 Threads gleichzeitig. Er stammt aus der von Sun selbst entwickelten Prozessor-Familie 'Niagara' auf Basis der Sparc-Architektur. Nach Angaben von John Fowler, Chef der Server-Sparte von Sun, verhalten sich zwei verbaute CPUs in den neuen Maschinen quasi wie ein einziger Chip. Die neuen Server kosten einer Meldung des "Wall Street Journal" zufolge knapp 15.000 Dollar und knapp 18.000 Dollar.

Bei Mehrkern-Prozessoren (der Ultrasparc T2 Plus hat acht Cores) und Multithreading kommt es neben der Hardware darauf an, dass Software und Betriebssystem auch in der Lage sind, die zu erledigenden Rechenaufgaben zu parallelisieren. Die Programmiertechniken in diesem Bereich sind noch unzureichend entwickelt beziehungsweise bekannt .

Trotzdem gibt es Kunden, die von Suns neuen Servern schon jetzt besonders profitieren können. Ein Beispiel ist die unter anderem auf E-Mail-Discovery spezialisierte Washingtoner Firma IT.com . Deren CIO Jason Pratt erklärte, seine Firma könne mit einem der neuen Sun-Server rund 50 Gigabyte Daten verarbeiten, ohne ihre Software zu modifizieren. Zum Vergleich: Mit herkömmlichen Servern sind nur 7 GB machbar. "Das ist einfach unglaublich", freut sich IT.com-Gründer und -CEO Mark Cordover.

Der Analyst Richard Partridge von Ideas International ergänzt, Suns frühe Niagara-Server seien gut für Infrastruktur-Aufgaben wie das Servieren von Websites geeignet gewesen. Inzwischen eigneten sich die CMT-Chips aber auch besser für anspruchsvollere Aufgaben die den Betrieb von Datenbanken. Das, so Partridge, müsse Sun seinen Kunden aber erst klarmachen.

Mit seinen Niagara-Chips geht Sun zumindest in Teilen einen anderen Weg als die Mehrzahl der Server-Bauer, die vor allem auf x86/x64-Prozessoren von Intel und AMD setzen. Auch IBM ist wie Sun bestrebt, seine RISC-Architektur voranzutreiben, setzt dabei allerdings derzeit vor allem auf hohe Taktraten (was nicht gerade im "Green-IT"-Trend liegt). Big Blues "Power6"-Chips takten mit mehr als 5 Gigahertz. Suns Niagaras kommen im Vergleich auf gerade einmal 1,4 Gigahertz. (tc)

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