17.02.2012, 13:45

Ines Walke-Chomjakov

Ultrabook, TV, Drucker, Kamera

Der Media-Markt-Prospekt im Preis-Check

Aktuelle Angebote bei Media Markt: Schnäppchen - ja oder nein.

Fernseher oder doch lieber Notebook? PC-WELT hat den aktuellen Media-Markt-Prospekt unter die Lupe genommen. Lesen Sie, wann sich der Einkauf lohnt.
Wie jede Woche spickt Media Markt den Prospekt mit vermeintlichen Schnäppchen. Von Fernseher über PC bis zu Kamera und Multifunktionsgerät: PC-WELT hat sich die Angebote vorgenommen und für Sie eingeordnet. So wissen Sie genau, wann und für was sich das Zugreifen lohnt.

TV-Angbote bei Media Markt

Grundig 40 VLE 6120 für 469 Euro

Auch wenn der Flachbildfernseher so groß auf der ersten Prospektseite prankt, hat er einen Durchschnittspreis, der sogar von Amazon mit rund 10 Euro unterboten wird. Die LED-Hintergrundbeleuchtung ist inzwischen kein Highlight mehr. Dem Gerät fehlt ein Satelliten-Tuner.

Toshiba 32 RL 838 G für 349 Euro
Der Fernseher mit 32-Zoll-Diagonale (81 Zentimeter) gehört zu den kleinen TVs. Neben DVB-T und DVB-C bietet er immerhin einen CI-Plus-Slot. Der Preis ist noch günstig, da die Angebote im Internet nur rund 10 Euro darüber liegen.

Sony KDL 37 EX 525 für 569 Euro
Bei diesem Fernseher heißt es zugreifen, denn auch im Internet gibt es ihn nicht günstiger. Er eignet sich mit 37 Zoll Diagonale (94 Zentimeter) für kleinere Räume und bringt alle wichtigen TV-Tuner mit.

Notebook: Das taugen die Media-Markt-Angebote

Lenovo G570 M51CDGE für 539 Euro
Die Titelseite des neuen Media-Markt-Prospekts gehört dem günstigen Core-i5-Notebook von Lenovo. Der leistungsfähige Prozessor ist aber das einzige echte Highlight: Die eingebauten 6 GB RAM bringen nicht automatisch mehr Leistung, sondern nur, wenn sie entsprechend speicherhungrige Anwendungen nutzen. Für aktuelle Spiele ist der G570 aufgrund der Intel-Prozessor-Grafik weniger gut geeignet. Außerdem fehlt im USB 3.0. Amazon hat ein Angebot zum gleichen Preis auf Lager, mit weniger Arbeitsspeicher, aber einer besseren Grafikkarte.

Toshiba Satellite C670D-126 für 449 Euro
Immerhin bietet das Lenovo-Notebook deutlich mehr Leistung als dieser Toshiba-Laptop. Aufgrund seines 17,3-Zoll-Displays eignet er sich für Anwender, die das Notebook höchstens für Standard-Anwendungen wie Office und Internet benötigen. Eine Investition in die Zukunft ist er keinesfalls: Dafür ist der Prozessor zu langsam, und es fehlen wichtige Anschlüsse wie USB 3.0 oder HDMI.

Acer Aspire 7560G-83524G50Mnkk für 599 Euro
Besser als PC-Ersatz macht sich das Acer-Notebook. Allerdings arbeitet sein Quad-Prozessor von AMD, der A8-3520M langsamer als ein Core i5 von Intel. Seine Grafikkarte AMD Radeon HD 6650M reicht für viele Spiele aus – selbst in der maximalen Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten. Bei aktuellen müssen Sie aber Auflösung oder Effekte reduzieren, um ruckelfrei spielen zu können. Auch vermissen wir USB 3.0.

Digitalkameras im Media Markt: zugreifen oder lassen?

Canon EOS 550D mit 2 Objektiven für 777 Euro
Die digitale Spiegelreflexkamera ist jetzt etwa 2 Jahre alt. Der Preis inklusive der zwei Objektive entspricht dem im Internet. Im PC-WELT-Test entpuppte sie sich als bedienfreundliche DSLR mit überwiegend guter Bildqualität.

Panasonic Lumix DMC-TZ22 für 244 Euro
Die Kompaktkamera ist ein rund ein Jahr altes Modell, das seinerzeit eine UVP von 399 Euro hatte. Für den Zeitraum ist der Preisverfall normal und als Angebot durchaus oft im Internet zu finden. Das Modell ist eine beliebte Reisezoom-Kamera mit GPS.

Smartphones beim Media Markt: keine Schnäppchen

Nokia 701 für 219 Euro (ohne Vertrag)
Der Preis für das schmale Smartphone liegt etwa 10 Euro über einem Schnäppchen. So wird aus dem Media-Markt-Preis ein Durchschnittsangebot.

Samsung Galaxy S Plus für 285 Euro (ohne Vertrag)
Das Smartphone ist kein richtiges Schnäppchen. Denn genau dieser Preispunkt ist weit verbreitet und unter anderem auch bei Amazon zu finden.

PC: Angebote bei Media Markt, die keine sind

Alienware X51 für 799 Euro
Bei dem PC zahlt man allein für das zugegeben schicke Design und den Namen „Alienware“ einen Aufpreis von mindestens 200 Euro. Der PC selbst sollte als HTPC wenigstens ein Blue-ray-Kombilaufwerk und eine TV-Lösung haben.

Lenovo Ideacenter Q180 für 349 Euro
Der vermeintlich günstige PC ist kein Schnäppchen. Der Grund: Inzwischen gibt es die Fusion-Plattform von AMD, die der Atom-Lösung aufgrund der besseren integrierten Grafik weit überlegen ist (Full HD). Der Lenovo taugt daher nur als Büro-PC und ist mit 349 Euro zu teuer für das Gebotene.

Microstar PC MR Prof.I51500
Kein Schnäppchen: CPU, Festplatte, Speicher und Blu-ray-Kombi sind okay, aber das Teil verwendet eine schwachbrüstige Notebook-Grafik - für den Preis müsste eine halbwegs spieletaugliche Grafik drin sein wie die Geforce GTX 460 oder Radeon HD 6850.

Diese Tinten-Kombis lohnen einen Blick in den Media-Markt-Prospekt

Kodak ESP C310 für 55 Euro
Normalerweise sind Einsteiger-Kombigeräte günstig in der Anschaffung, aber teuer im Unterhalt. Das Kodak-Modell zeigt, dass es auch anders geht. PC-WELT errechnete im Test 2,7 Cent für das schwarzweiße und 5,5 Cent für das farbige Blatt. Das sind vertretbare Seitenpreise. Das Kodak ESP C310 ist allerdings nicht das allerschnellste Kombigerät. Wen das nicht stört, erhält ein durchaus günstiges Modell, das sich sogar ins heimische WLAN einhängen lässt.

Epson Stylus Office BX305FW Plus für 89 Euro
Das Epson-Kombigerät kann nicht nur drucken, scannen und kopieren, sondern auch faxen. Außerdem bringt es die schnelle WLAN-Variante 11n mit. Am gemächlichen Arbeitstempo wird das allerdings nichts ändern. Denn im Test der PC-WELT machte das Brudermodell Epson Stylus Office BX305F gerade in den Geschwindigkeitsläufen keine berauschende Figur. Ein übergroßes Schnäppchen ist das BX305FW Plus auch nicht im Preis. Es liegt nur 10 Euro unter der seinerzeit angegebenen unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers.

HP Photosmart 7510 e-All-in-One für 169 Euro
Dieses Multifunktionsmodell gehört zum aktuellen HP-Angebot und ist für 199 Euro (UVP) auf der Hersteller-Webseite gelistet. Der Media-Markt-Preis ist somit durchaus fair. Das Kombigerät hat anstelle eines klassischen Faxes eine eFax-Funktion. Das Telefonkabel fällt weg, die Faxe werden über das Internet versendet. Dafür muss das Gerät mit dem Internet verbunden sein, was beim Photosmart 7510 per WLAN funktioniert.

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