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WikiLeaks veröffentlicht Spy Files

01.12.2011 | 19:04 Uhr |

Die Enthüllungsplattform sorgt mit ihrem neuesten Streich wieder für reichlich Wirbel.

Wie bereits vor wenigen Tagen angekündigt, hielt die Enthüllungsplattform WikiLeaks heute eine Pressekonferenz ab. Dabei wurde jedoch nicht wie erwartet, die Zukunft des Portals  thematisiert. Gründer Julian Assange sorgte mit der Veröffentlichung der so genannten Spy Files wieder für reichlich Wirbel. Die Dokumente mit sensiblen Informationen enthüllen eine weltweite Überwachungsindustrie, an der mindestens 25 Länder beteiligt sind.

Im Rahmen der ersten Veröffentlichung fanden 287 Dokumente aus einer riesigen Datenbank ihren Weg ins Internet. Dabei werden die geheimen Machenschaften von Firmen wie Gamma aus Großbritannien, Ipoque aus Deutschland, Amesys und Vupen aus Frankreich, VASTech aus Südafrika, ZTE Corp aus China, Phoenexia aus Tschechien sowie SS8 und Blue Coat aus den USA offengelegt. All diese Firmen verdienen Millionen mit der Entwicklung und dem Verkauf von Verfolgungs- und Überwachungstechnologien.

Internetportale - So funktioniert Wikileaks

Aufgrund einer fehlenden Regulierung konnte die Industrie ihre Produkte unbedarft an Diktatoren wie Mubarak oder Gaddafi verkaufen, welche die Technologie dazu nutzen, die Bevölkerung zu überwachen. Die unterschiedlichen Tools schleusen beispielsweise Staats-Trojaner auf PCs oder mobile Endgeräten mit Android-, iOS- oder BlackBerry-Betriebssystemen. Einen zweiten ertragreichen Zweig stellt Stimmerkennungs-Software dar. Diese dient beispielsweise dazu, Individuen anhand ihres einzigartigen „Voiceprints“ ausfindig zu machen.

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