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Überstunden daheim wegen Gratis-PCs

17.02.2000 | 17:53 Uhr |

Angestellte, die häufig das Internet nutzen, verbringen mehr Zeit im Büro, arbeiten zudem mehr von zu Hause aus und schränken ihre sozialen Kontakte ein. So eine von der renommierten Stanford Universität vorab veröffentlichte Untersuchung zu den sozialen Folgen des Internet. Die von Firmen an Mitarbeiter kostenlos ausgegebenen PCs für daheim erweisen sich als gutes Geschäft: Die Arbeitgeber erhalten so Hunderttausende freier Arbeitsstunden.

Angestellte, die häufig das Internet nutzen, verbringen mehr Zeit im Büro, arbeiten zudem mehr von zu Hause aus und schränken ihre sozialen Kontakte ein. So eine von der renommierten Stanford Universität vorab veröffentlichte Untersuchung zu den sozialen Folgen des Internet.

In der im Dezember vom Institut für quantitative Gesellschaftsforschung durchgeführten Studie gaben 25 Prozent der 4113 Befragten an, längere Arbeitszeiten zu haben, seit sie das Internet nutzen. Vor allem die zu Hause geleisteten Arbeitsstunden haben zugenommen, so die Studie, während sich gleichzeitig die Büroarbeitszeit nicht verkürzte, sondern eher noch verlängerte.

Es scheint also, als würden insbesondere die Arbeitgeber von der zunehmenden Internet-Nutzung profitieren: "Kein Wunder, dass Ford seinen Angestellten PCs und günstige Internetzugänge zur Verfügung stellt", meint Norman Nie, Direktor des ausführenden Stanford-Instituts in der "Washington Post", "damit haben sie sich Hunderttausende freier Arbeitsstunden eingekauft".

Als negative Folgen dieser Entwicklung zu längeren Arbeitszeiten scheinen sich insbesondere die sozialen Kontakte zu verringern: Rund ein Viertel der Befragten, die das Netz mehr als fünf Stunden pro Woche nutzen, gaben an, weniger Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Zehn Prozent erklärten, ihre Aktivitäten außer Haus eingeschränkt zu haben. (PC-WELT, 17.02.2000, jas)

Ford: Privat-PCs für die Mitarbeiter (PC-WELT Online, 04.02.00)

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