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Oracle verstärkt sich fürs Application Management

03.09.2008 | 13:53 Uhr |

Um die Verwaltung zusammengestzter Anwendungsumgebungen zu vereinfachen, hat Oracle den Spezialisten ClearApp gekauft.

Finanzielle Details zur Übernahme wurden nicht bekannt gegeben. Oracle will den Kauf noch in diesem Jahr abschließen, finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht. Der kalifornische Hersteller entwickelt Software für die Verwaltung so genannter "Composite Applications", die in Service-orientierten Umgebungen eine große Rolle spielen.

Die ClearApp-Software ermittelt zur Laufzeit einer Applikation automatisch, aus welchen Komponenten diese besteht und wie diese voneinander abhängen. Sie überwacht dann die Performance. Oracle will sie gemeinsam mit seiner Plattform "Enterprise Manager" einsetzen. Grundsätzlich unterstützt ClearApp aber auch konkurrierende Plattformen wie "WebSphere" von der IBM. Oracle will nach eigenen Angaben die bisherigen Fähigkeiten von ClearApp weiterhin supporten. Ob bei der Weiterentwicklung andere Plattformen als Enterprise Manager aber weiterhin berücksichtigt werden, steht in der Sternen.

Der ZapThink-Analyst Jason Bloomberg sieht die ClearApp-Übernahme eher kritisch. Oracle hatte zuvor bereits vergleichbare Anbieter übernommen, darunter Auptyma und Moniforce. "Wie viele Management-Anbieter will Oracle denn noch kaufen, bevor sie eine stimmige SOA-Management-Lösung beisammen haben, die nicht einfach wieder Teil ihrer Frankenstein-Strategie ist (= eine Menge Teile zusammensetzen und auf den Blitz warten)?", schreibt der Experte dem IDG News Service. Zwar sei Oracle bekannt dafür, dass es zugekaufte Technik assimilieren und auch die damit neu gewonnenen Kunden versorgen könne, aber jede solche Akquisition lege die Erfolgslatte für den Konzern wieder ein Stückchen höher.

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