18.08.2011, 19:29

Denise Bergert

Übernahme

Motorola wegen Google-Deal verklagt

©Motorola

Ein Anteilseigner des Smartphone-Herstellers ist der Meinung, dass Motorola bei der Übernahme durch Google einen höheren Verkaufspreis hätte herausschlagen können.
Die Motorola Mobility Holdings Inc. und Chief Executive Officer Sanjay Jha wurden heute von einem Anteilseigner verklagt. Der Aktionär vertritt die Ansicht, dass das Unternehmen hätte einen höheren Verkaufspreis bei der Übernahme durch Google herausschlagen können. Der Suchmaschinen-Riese übernimmt die Mobilsparte von Motorola voraussichtlich Ende des Jahres für 12,5 Milliarden US-Dollar (rund 8,8 Milliarden Euro).

Laut Investor John W. Keating entschädige die vereinbarte Summe Anteilseigner weder für den alleinstehenden Unternehmenswert von Motorola Mobility, noch für den Wert, den die Sparte für Google hat. Der Suchmaschinen-Konzern zahlt den Anteilseignern 40 US-Dollar pro Aktie. Das Angebot liegt 63 Prozent über dem tatsächlichen Aktienwert, der zum Börsenschluss am 12. August 2011 vorlag. Die Transaktion wurde bereits vom U.S. Justice Department abgenickt, nun warten Google und Motorola noch auf grünes Licht von den europäischen Wettbewerbshütern.
Mit Motorola Mobility bekommt Google nicht nur einen Smartphone-Hersteller, sondern auch einen beachtlichen Patent-Fundus mit rund 17.000 Einträgen. Nach der Übernahme soll Motorola weiterhin Elektronik produzieren, die mit Googles mobilem Betriebssystem Android läuft. Wie Anfang der Woche bekannt wurde, hatte Microsoft ebenfalls ein Auge auf Motorola geworfen. Google bekam jedoch aufgrund der besseren Zukunftspläne den Zuschlag.
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