102036

Über 12.500 Bluetooth-Geräte auf der Cebit gescannt

20.03.2006 | 15:17 Uhr |

Malware, die sich per Bluetooth-Funk verbreiten kann, ist zurzeit noch kein weit verbreitetes Phänomen. Bei großen Menschenansammlungen wie auf einer Computer-Messe steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.

Auf der Cebit führte der finnische Antivirus-Hersteller F-Secure eine erste Felderprobung seines neu entwickelten Bluetooth-Honeypots durch. Der Prototyp gibt sich als Bluetooth-Handy im sichtbaren Modus aus und findet andere Geräte dieser Art bis zu einer Entfernung von 100 Metern. Es liefert eine Liste der entdeckten Bluetooth-Geräte und nimmt jeden angebotenen Dateitransfer an. Die übertragenen Dateien werden dann auf Malware untersucht.

Zu jedem Zeitpunkt der Messung auf der Cebit waren über 100 Geräte in Reichweite. Insgesamt wurden innerhalb einer Woche mehr als 12.500 Bluetooth-fähige Geräte erfasst, die im sichtbaren Modus betrieben wurden. Dieser Modus ist eine Voraussetzung für einen Malware-Transfer zwischen zwei Bluetooth-Geräten, die zuvor noch nicht miteinander bekannt gemacht wurden. F-Secure macht keine Angaben, wie viele infizierte Handys auf der Messe entdeckt wurden.

Die Virenforscher bei F-Secure denken bereits über mögliche Einsatzgebiete für ihre Entwicklung nach, wenn sie einmal ausgereift ist. So könnten Bluetooth-Honeypots an Eingängen zu Veranstaltungsorten verwendet werden, damit infizierte Geräte nicht mit hinein genommen werden können.

0 Kommentare zu diesem Artikel
102036