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Ubuntu für Smartphones offiziell vorgestellt

03.01.2013 | 13:55 Uhr |

Canoncial hat nun offiziell eine Ubuntu-Version für Smartphones vorgestellt. Es soll sowohl bei günstigen als auch hochpreisigen Geräten zum Einsatz kommen.

Canonical hat eine mobile Variante des Linux-Betriebssystems Ubuntu für Smartphones angekündigt. Das neue mobile Betriebssystem soll mit einer für die Touch-Bedienung optimierten Oberfläche punkten. Im Gegensatz zu Android-Smartphones besitzen die Ubuntu-Smartphones keine Tasten. Auf der in der nächsten Woche in Las Vegas beginnenden CES 2013 (8. - 11. Januar) sollen die ersten Ubuntu-Smartphones der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Etwas verwirrend: Das neue Ubuntu für Smartphones hat nichts mit dem bereits von Canonical vorgestellten Ubuntu für Android zu tun, sondern ist eine eigene, neue Linux-Variante von Ubuntu für Smartphones. Smartphone-Hersteller, die bereits Android-Geräte herstellen, sollen mit wenig Aufwand auch das neue Ubuntu-System einsetzen können, betont Canonical.

Laut Canoncial soll die Ubuntu-Variante für Smartphones sowohl bei Billig- als auch bei High-End-Smartphones zum Einsatz kommen können. Die technischen Voraussetzungen im unteren Bereich gibt Canonical mit 1 GHz Cortex A9, 512 MB bis 1 GB Arbeitsspeicher und 4 - 8 GB Flash-Speicher an. Die High-End Ubuntu-Smartphones, von Canonical als  "Superphones" bezeichnet, unterstützen sowohl Quad-Core A9-Prozessoren als auch Intels Atom-Prozessoren, mindestens 1 GB Arbeitsspeicher und mindestens 32 GB Flash-Speicher. Damit werden also sowohl x86- als auch ARM-Prozessoren unterstützt. Über eine Docking-Station können derartige Smartphones an ein Display angeschlossen werden und von dort aus dann wie ein Desktop-Betriebssystem genutzt werden. Als Zielgruppe sieht Canonical hierfür unter anderem Unternehmen an, die ihren Mitarbeitern so ein sicheres Gerät zur Nutzung als PC, Thin-Client und Smartphone anbieten können.

Zu den Vorzügen der neu entwickelten Oberfläche für Ubuntu für Smartphones soll die Unterstützung so genannter "Thumb-" also "Daumen-"Gesten an allen vier Seiten des Displays gehören. Über solche Gesten soll der Anwender einen schnellen Zugriff auf alle auf dem Gerät befindlichen Inhalte und Apps erhalten und schneller als auf anderen Systemen - wie Canonical betont - zwischen den Apps hin und her wechseln können. Ubuntu für Smartphones unterstützt laut Canoncial sowohl native Apps als auch Web- und HTML5-Apps. In allen Apps soll eine Steuerung sowohl über Sprach- als auch Text-Befehle möglich sein.

Genauere Details darüber, wann die ersten Smartphones mit der Ubuntu-Variante auf den Markt kommen werden, verrät Canonical derzeit noch nicht.

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