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Ubuntu Edge gescheitert - Canonical äußert sich

22.08.2013 | 12:14 Uhr |

Sehr ehrgeizige 32 Millionen Dollar waren angestrebt - letztendlich kamen nur 12 Millionen Dollar zusammen. Canonical sieht die misslunge Finanzierung des Ubuntu Edge aber keineswegs als vertane Zeit.

Das Ubuntu Edge war in mehrfacher Hinsicht ein Smartphone-Projekt der Superlative. Mit 4 GB RAM, 128 GB Speicher und dualem Betriebsstem, nämlich Ubuntu mobile OS und Android, war es mehr als nur ungewöhnlich. Gleichzeitig ungewöhnlich war auch die  Geldmenge, die Canonical zur Fertigung über die Kickstarter-Alternative Indiegogo einsammeln wollte: 32 Millionen Dollar. Einen Monat lang hatten enthusiastische Fans Zeit, Canonical ihr Geld zu geben, damit das Ubuntu Edge gebaut werden kann. Wer 600 Dollar gab, dem wurde eines der fertigen Smartphones versprochen. Doch die Frist ist nun abgelaufen, das Projekt gescheitert. Statt der erhofften 32 Millionen Dollar hatte man nur rund 12 Millionen zusammenbekommen. Was geschieht nun mit dem Geld? Die Unterstützer erhalten es zurück, Canonical darf keinen Cent behalten. Nicht einmal eine nachträgliche Herabstufung des Ziels und der Bau eines abgeänderten Edge ist möglich. Canonical bliebe einzig der Start einer neuen Kampagne.

Nun meldet sich Canonical zu der gescheiterten Aktion zu Wort. Man habe Rekorde gebrochen und sei Gesprächsthema auf der ganzen Welt gewesen. Mit 12.809.906 US-Dollar habe man einen Weltrekord beim Crowdfunding aufgestellt. Fast 20.000 Unterstützer hätten an das Edge geglaubt, darunter nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Unternehmen. So habe allein Bloomberg LP 80.000 Dollar gegeben, viele kleinere Firmen je 7.000 Dollar. Canoncial bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich bei den Unterstützern. Der Dank von Canonical gelte auch den zahlreichen Helfern, die die Kampagne bekannt gemacht haben. Den größten Helfern wolle man persönlich danken.


Der größte Gewinner der Aktion, sagt Canonical, sei Ubuntu. Das Betriebssystem habe viel Aufmerksamkeit gewonnen und das werde bei weiteren Ubuntu-Smartphones helfen, die 2014 kommen sollen. Durch die Aktion habe man viele Mobilfunkanbieter überzeugen können, ein Auge auf das Thema Ubuntu und Smartphones zu haben. Ob man eine zweite Kampagne starten werde, lässt Canonical offen - schließt es aber nicht aus. Der Beitrag endet mit der Versicherung, dass alle Unterstützer ihr Geld via PayPal binnen fünf Werktagen zurück haben sollen.

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