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Ubuntu-Smartphone wird per Crowdfunding finanziert

23.07.2013 | 10:44 Uhr |

Das Ubuntu Edge bietet 4 GB RAM und 128 GB Speicher. Für die Entwicklung des Ubuntu-Smartphones braucht Canonical aber 32 Millionen US-Dollar. Dieses Geld sammelt man nun über die Kickstarter-Alternative Indiegogo.

Mit dem Ubuntu Edge will Canoncial seine Vision vom Ubuntu Phone umsetzen. Das Smartphone soll einen 4,5-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln bekommen. Im Inneren soll es neben 4 GB RAM ungewöhnlich große 128 GB Speicher bieten. Ein schneller Mehrkernprozessor soll das Edge befeuern. Auf der Rückseite plant Canonical eine 8-MP-Kamera, auf der Vorderseite eine 2-MP-Kamera. Der Clou ist aber das duale Betriebssystem - der Nutzer kann sich beim Starten zwischen Ubuntu mobile OS und Android entscheiden. Wenn man das Ubuntu Edge an den Desktop-Rechner anschließt, soll sich vom Smartphone ein vollwertiges Desktop-Ubuntu booten lassen. Mit dieser Funktion hätte man seinen Desktop-Rechner immer dabei und es wird klar, warum Canonical 128 GB Speicher verbauen will. Als Lieferdatum peilen die Edge-Entwickler Mai 2014 an.

Für die Entwicklung des Ubuntu Edge veranschlagt Canonical 32 Millionen US-Dollar. Um das Geld einzusammeln, hat der Ubuntu-Entwickler nun eine Indiegogo-Kampagne gestartet. Indiegogo ist eine Alternative zu Kickstarter - wer eine Idee hat, kann sein Projekt auf die Crowdfunding-Plattform einstellen und von jedem Interessierten mitfinanzieren lassen. Erreicht die Kampagne nicht binnen 30 Tagen ihr Ziel, kommt das Projekt nicht zustande. Um die User für die Finanzierung zu gewinnen, lockt Canonical mit Belohnungen. Wer mindestens 20 Dollar beisteuert, wird namentlich auf der Unterstützer-Webseite genannt. Wer 600 Dollar gibt, bekommt eines der fertigen Geräte nach Hause geschickt.Für Deutschland fallen zusätzlich 30 Dollar Porto an. Das Angebot ist zeitlich und auf eine Stückzahl beschränkt. Wer keines der 600-Dollar-Phones mehr ergattern kann, kann sich zeitlich unbeschränkt eines für 830 Dollar sichern. Reiche Ubuntu-Fans können zudem für 10.000 Dollar eines der ersten 50 produzierten Edges bekommen. Außerdem werden sie zur Vorstellung des neuen Ubuntu Phones eingeladen. Unternehmen können sich indess für 80.000 Dollar ein Paket aus 100 Geräten sichern.

Das mobile Ubuntu OS kann bereits ausprobiert werden

Aktueller Stand zum Zeitpunkt der Artikelrecherche: Von den 32 Millionen sind 3,2 Millionen Dollar zusammengekommen. Die Finanzierungsrunde läuft noch 30 Tage.

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