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Uber zahlt Schadenersatz für getötetes Kind

15.07.2015 | 14:25 Uhr |

Der Fahrervermittlungsdienst Uber hat sich mit der Familie des von einem Uber-Fahrer getöteten Kindes auf Schadenersatz geeinigt. Über die Höhe der Summe herrscht Stillschweigen.

Am Neujahrsabend 2013 fuhr ein Uber-Fahrer in San Francisco ein sechs Jahre altes Mädchen tot. Der Fahrer verletzte auch die Mutter des getöteten Mädchens und dessen Bruder, die das Mädchen begleiteten.

Uber erklärte nach dem Unfall, dass das Uber-Konto des Unfallfahrers sofort deaktiviert worden sei. Der Fahrer sei zwar grundsätzlich für Uber tätig gewesen, zum Zeitpunkt des tödlichen Unfalls habe er aber keine Uber-Fahrt übernommen.

Eltern verklagen Uber wegen App

Die Eltern des getöteten Mädchens verklagten jedoch Uber. Weil die Uber-Pop-App den Fahrer vom Verkehrsgeschehen abgelenkt habe und er deshalb beim Abbiegen an einer Kreuzung die Familie, die gerade die Straße auf einem Zebrastreifen überquerte, übersehen habe. Die Uber-Software sei falsch programmiert und würde die Fahrer ablenken, so der Vorwurf gegenüber Uber. Zudem habe Uber den Todes-Fahrer nicht ausreichend ausgebildet. Der Fahrer wurde wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung festgenommen.

Uber zahlt Schadenersatz

Uber hat den Prozess vor dem San Francisco Superior Court nun durch eine Einigung mit der Familie des Opfers beigelegt. Über die Details und die Höhe des Schadenersatzes herrscht Stillschweigen. Um die Privatsphäre des Bruders zu schützen, der als minderjähriger (Neben)-Kläger aufgetreten war.

Uber musste seinen Fahrervermittlungsdienst Uber Pop mittlerweile sowohl in Frankreich als auch in Deutschland einstellen. Uber muss sich immer wieder unangenehme Fragen nach der Zuverlässigkeit und Fahrtüchtigkeit seiner Fahrer gefallen lassen. Weil diese zum Beispiel in Deutschland keinen Personenbeförderungsschein besitzen und keine Taxi-Fahrer-Prüfer ablegen müssen. Und somit keinen Befähigungsnachweis vorlegen müssen. 2014 vergewaltigte beispielsweise in Indien ein Uber-Fahrer einen weiblichen Fahrgast.
 

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