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USK: Spieleprüfer legen Jahresbilanz 2005 vor

26.01.2006 | 16:22 Uhr |

Die seit 1994 agierende USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) hat ihre Jahresbilanz für 2005 vorgelegt. Demnach testeten die Prüfer im vergangenen Jahr insgesamt 2686 Titel. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es noch insgesamt 930 Spiele.

Die USK hat im vergangenen Jahr insgesamt 2686 Spiele für PCs, Macs und Konsolen getestet. Die Zahl der Spiele stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um über 500 (2004: 2152). In den Jahren davor wurden 2286 (2003), 1210 (2002), 949 (2001) und 930 (2000) Titel geprüft. Seit Bestehen der USK wurden mittlerweile mehr als 15.000 Titel geprüft.

Im vergangen Jahr dominierten erneut die PC-Titel, darunter fallen auch Spiele für Macintosh-PCs und PC/Mac-Hybrid-Titel. Insgesamt wurden hier 1310 Spiele geprüft (Vorjahr: 1190).

Die Zahl der geprüften Konsolenspiele stieg auf 1197 (2004: 895). Hier die Anzahl der Titel aufgeschlüsselt nach Plattform:

Playstation 2

438

Xbox

274

Gameboy Adv.

156

Nintendo DS

105

Gamecube

89

Sony PSP

85

Xbox 360

48

Nach Genre aufgelistet dominierten im vergangen Jahr "Titel in der Tradition von Automatenspielen", womit Beat´em Ups, Shoot´em Ups, Geschicklichkeitsspiele und Rennspiele gemeint sind. Insgesamt wurden 556 Titel aus diesem Genre geprüft. Im Vorjahr waren es noch 413 Spiele.

Auf den weiteren Plätzen folgen:

Spielesammlungen

363

Shooter

219

Sportspiele

216

Jump´n Run

135

Action-Adventures

105

Simulationen

105

Gesellschaftsspiele

88

Strategiespiele

82

Genremix

70

Rollenspiele

66

Laut Angaben der USK erhielten 2005 insgesamt 60 Prozent aller geprüften Titel eine Freigabe unterhalb der 12 Jahre. Die Kennzeichnung "Keine Jugendfreigabe", also Spiele, die ab 18 Jahren erhältlich sind, erhielten 4,1 Prozent aller Titel. Bei 1,5 Prozent verweigerte die USK eine Kennzeichnung. "Keine Kennzeichnung" bedeutet, dass ein Titel zwar in den Handel kommen kann, aber dann nicht vor einer Indizierung geschützt ist.

"Bund und Länder waren sich im Jahr 2005 einig: Die Selbstkontrolle für Computerspiele funktioniert. Auch im Bereich der Entscheidung 'Keine Kennzeichnung gemäß §14 JuSchG' gab es den beiderseits anerkannten fachlichen Austausch", so Dr. Klaus-Peter Gerstenberger, Leiter der USK. Damit dürfte Gerstenberger auf die in der Politik neu aufgekeimte und von Teilen der Medien angeheizte Diskussion zum Thema "Killerspiele" anspielen.

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