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USK: Apps und Online-Spiele erhalten Alterskennzeichen

17.03.2015 | 14:00 Uhr |

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) vergibt nun auch Alterkennzeichen für Online-Spiele und Apps.

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat am Dienstag bekannt gegeben, dass sie künftig Alterskennzeichen auch für Online-Spiele und Apps vergibt. Die Vergabe der Alterskennzeichen erfolgt dabei über das internationale System der "International Age Rating Coalition" (IARC). In Deutschland ergänzt das IARC-System das bestehende System der USK-Alterseinstufung.

Die USK gehört zu den Mitbegründern der IARC. Bei der IARC handelt es sich um eine internationale Kooperation, die erstmals regional eigenständige Jugendschutzbewertungen innerhalb eines einheitlichen globalen Systems für Millionen von Apps ermöglicht.

Laut Angaben der USK haben sich als erste Plattformen der Google Play Store und Firefox Marketplace dem neuen System angeschlossen. Weitere wichtige Plattformen sollen später folgen. Dazu werden dann Microsofts Xbox Live Store, der Playstation Store und der Nintendo eShop gehören.

In Kürze werden Eltern für den Google Play Store die Möglichkeit erhalten, für ihre Kinder die Altersbeschränkungen für Apps auf Grundlage der neuen Alterskennzeichen einzustellen.

Das IARC-System berücksichtigt die länderspezifischen kulturellen Normen und lokalen Kriterien. Das System umfasst die Alterskennzeichen der USK (Deutschland), PEGI (Europa), ESRB (Nordamerika), Classification Board (Australia) und ClassInd (Brasilien).

"Der Markt für Online-Spiele und Apps wächst explosionsartig und erst mit IARC wird nun ermöglicht, dass Jugendschutz trotz der vielen regionalen Unterschiede auch auf globaler Ebene in diesem Markt funktioniert", so USK-Geschäftsführer Felix Falk.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig begrüßt die neue Initiative. "Mit IARC berücksichtigt ein internationales System zur Alterseinstufung von Apps auch deutsche Standards: Die Mitwirkung der USK ermöglicht es, dass der Jugendschutz bei Spielen auf DVDs und in den App-Stores nach vergleichbaren Prinzipien funktioniert", so Schwesig. Und weiter: "Eltern haben so die Chance, auch auf den Smartphones und Tablets für ihre Kinder Spiele und Apps anhand der bekannten Altersstufen auszuwählen.“

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