92544

USBTV von Sandisk bringt digitale Inhalte auf den Fernseher

09.01.2007 | 14:12 Uhr |

Sandisk hat auf der CES Details zu einer neuen Initiative bekannt gegeben, deren Ziel es ist, herunter geladene Inhalte - wie etwa Filme - einfach und bequem am Fernseher im Wohnzimmer genießen zu können. Und dies ohne den PC mit dem TV zu verkabeln oder die Inhalte auf DVD zu brennen.

Geht es nach Sandisk und einer Reihe von Größen der Unterhaltungsindustrie wie LG Electronics, Mitsubishi oder Pioneer, können Anwender in Kürze digitale Inhalte wie Filme einfach und bequem am Fernseher ansehen, ohne erst eine DVD zu brennen oder den PC an den TV anzuschließen. USBTV heißt das Zauberwort, eine entsprechende Initiative haben die beteiligten Unternehmen nun auf der CES angekündigt.

Derzeit hemmt aus Sicht der Beteiligten vor allem eine Sache den Durchbruch von legalen Film-Downloads auf breiter Front: das Gebunden sein an den PC. Denn in der Regel dürfen Anwender herunter geladene Filme nur ausschließlich am PC ansehen, was bei den meist recht kleinen Monitoren kein sonderliches Vergnügen ist. Besser wäre es doch, die Titel auf dem großen Fernseher im Wohnzimmer genießen zu können - genau dies soll USBTV ermöglichen und dabei äußerst simpel im Gebrauch sein.

Im Zuge der Vorstellung von USBTV hat Sandisk auch angekündigt, das so genannte USBTV-Forum aufbauen zu wollen. Dieses Forum soll Elektrohersteller und Inhalteanbieter zusammen führen und der neuen Technologie zu einer breiten Akzeptanz verhelfen.

USBTV ist der Titel einer Technologie-Plattform. Für den Anwender würde der Einsatz dieser Technologie folgendermaßen ablaufen: Herunter geladene Filme werden vom PC per USB auf einen USBTV-Mediaplayer übertragen, der mit Flash-Speicher ausgestattet ist. Dieser Player wird dann an einen herkömmlichen TV per Kabel angeschlossen - fertig. Der Film kann angesehen werden. Innerhalb des Mediaplayers befindet sich ein spezieller Prozessor, der die Inhalte automatisch an verschiedene Audio/Video-Formate anpassen soll. Aufwendiges Umrechnen der Filme am PC würde somit entfallen.

Bereits im Frühjahr 2007 sollen erste Modelle dieser Player in den Handel kommen. Über ein On-Screen-Display können Anwender dann am TV aus den auf dem Player gespeicherten Inhalten wählen. Sollten die TV-Hersteller auf den Geschmack kommen, könnten kommende Fernseher eventuell bereits ab Werk über einen speziellen Port für USBTV-Player verfügen. Ein spezielles DRM-System soll die Inhalte auf dem Player vor Missbrauch schützen. Was die Player kosten werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
92544