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USB-Sticks professionell einsetzen

15.09.2006 | 11:03 Uhr |

Viele Unternehmen verbieten USB-Speicher aus Sicherheitsgründen.

Msystems, Hersteller von mobilen Speichergeräten auf Basis von Flash-Bausteinen, bietet mit "Mtrust" eine Lösung für den sicheren Einsatz von USB-Speichern an. "Viele Unternehmen haben aus Sicherheitsgründen den Einsatz von USB-Sticks verboten, denn sie bergen viele Gefahrenquellen", skizziert Nimrod Reichenberg, Msystems Marketing-Chef für Enterprise Produkte, das Umfeld für Mtrust. Die kleinen Datenspeicher gehen verloren und mit ihnen vielleicht unternehmenskritische Informationen, die dann auch noch von Unbefugten ausgelesen werden. Oder man trägt mit den Sticks Viren, Würmer und Trojaner ins Haus, sprich in den Desktop und damit vielleicht in das Unternehmens-LAN. Nicht selten werden deshalb USB-Schnittstellen am PC versiegelt oder per Software stillgelegt.

Aber der Reiz der praktischen Datenhalter ist groß. Deshalb hat Msystems die dreistufige Lösung Mtrust für Unternehmen entwickelt. Die eigentlichen Datenspeicher "Mtrust ready USB Drives" bilden die Hardwarekomponente. Die USB-Sticks bieten eine sichere hardwarebasierende AES-Verschlüsselung mit 256 Bit, Passwort-Schutz und einen Sperrmodus beim Überschreiten einer frei bestimmbaren Anzahl von Eingabeversuchen. Die Kapazität der Speicher reicht derzeit von 256 MB bis 8 GB.

"Mtrust Shield" nennt sich die Software, die auf den Desktop-PCs installiert wird, die die Sticks aufnehmen. Mit dem Programm lassen sich alle mobilen Datenspeicher und Datenträger steuern. Unautorisierte MP3-Player beispielsweise können so ausgesperrt und die Datenübertragung auf einen iPod verhindert werden. Zudem lassen sich auch Benutzer oder Benutzergruppen definieren, die Zugang zu bestimmten Daten erhalten sollen. Die Software sichert nicht nur die USB-Schnittstelle ab, sondern auch Firewire, WLAN, Bluetooth und Infrarot.

Für die Verwaltung aller Sticks sorgt die dritte Komponente der Lösung, der "Mtrust Manager". Mit ihm lassen sich die Speichergeräte von der ersten Benutzung bis zur gezielten Zerstörung bei Verlust steuern. Diverse Überwachungs- und Konfigurationsmechanismen erlauben den maßgeschneiderten Einsatz der Speicher und sorgen auch für den automatischen Backup.

Mtrust wird in Deutschland derzeit nur über die Cirosec GmbH in Heilbronn vertrieben. Die Listenpreise gliedern sich wie folgt: Ein USB-Stick mit 1 GB kostet knapp 70 Euro; die Softwarelizenz für Mtrust-Shield schlägt mit 15 bis 40 Euro pro Desktop zu Buche, und der Mtrust Manager kostet zwischen 15 und 40 Euro pro USB-Stick. (kk)

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