Der Handel mit USB-Sticks, auf denen sich geheime Informationen der US-Armee befinden, geht weiter. Jetzt wurden angeblich sogar USB-Speicher mit Folteranleitungen auf Basaren in Afghanistan entdeckt.
Vor zirka zwei Wochen tauchten die ersten Datenträger mit geheimen Daten der US-Armee auf Basaren in der Nähe des US-Luftwaffenstützpunkts Bagram auf (die PC-WELT berichtete). Eigentlich sollte man denken, dass die US-Armee daraufhin ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt haben sollte. Doch jetzt wurden erneut USB-Sticks auf dem Basar angeboten. Mit brisantem Inhalt.
Denn sofern das Material auf den USB-Sticks echt ist, beweisen die Dateien, dass es in der US-Armee Folteranleitungen gibt. Auf den neu aufgetauchten USB-Sticks befinden sich nämlich nicht nur wieder die Namen und Telefonnummern von US-Offizieren, sondern auch "Anweisungen, wie man Schmerzen einsetzt, um Gefangene zu kontrollieren, die Widerstand leisten", wie die Los Angeles Times schreibt. Eine Richtlinie zu Befragungs-Taktiken erklärt, wie man bestimmte Stellen und Nerven im Gesicht und Nacken sowie an den Armen und Beinen durch Quetschen oder Stoßen schmerzhaft reizt.
Diese für die US-Streitkräfte ausgesprochen peinliche Entdeckung dürfte die Preise für USB-Sticks aus US-Beständen weiter steigen lassen. Denn die Amerikaner gingen nach den ersten auf dem Basar entdeckten USB-Sticks vor einigen Tagen kurios vor: US-Soldaten streiften mit Bargeld in der Hand durch die Basare und kauften jegliches Computer-Zubehör auf, das sie entdeckten. Mehrere 1000 Dollar gab die US-Armee so in wenigen Tagen für USB-Speicher aus, um zu verhindern, dass die geheimen Daten in falsche Hände geraten.





