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USB-Stick trotzt Schnee, Kälte und Autoreifen

08.04.2005 | 10:35 Uhr |

Ein USB-Stick liegt monatelang auf einem Parkplatz im Freien. Ungeschützt Schnee, Nässe und Frost ausgesetzt. Und von Autoreifen überollt. Ob sich die Daten noch lesen lassen? Wir haben es ausprobiert.

Wie robust ist ein USB-Stick? Dieser Frage sind wir nachgegangen. Unfreiwillig. Das Ergebnis verblüfft: Unser Testkandidat hat monatelangen Frost, Nässe und das Gewicht eines - vermutlichen - Autoreifens überstanden.

Es war kurz vor Weihnachten 2004, als ich ihn auf meinem Parkplatz im Münchner Süden verloren habe: Meinen Trekstor USB Mini-Stick 1.1 128 MB , zirka drei Millimeter dünn und laut Hersteller vier Gramm leicht, derzeit für rund 40 Euro im Handel erhältlich. Knapp ein Jahr habe ich ihn genutzt, obwohl es mittlerweile modernere und schnellere Sticks mit USB 2.0 gibt. Aber er ist so praktisch und passt aufgrund seiner geringen Größe in jeden Geldbeutel - das hat mich überzeugt.

Da lag er dann, bis heute Morgen, kurz nach 8:00 Uhr, als ich ihn fand. Der Winter 2004/2005 war bekanntlich lang, schneereich und kalt. Und der Stick lag auf dem Parkplatz.

Vor der rauen Umwelt schützte ihn nur ein kleines Kunstleder-Etui. Denn der Mini-Stick besitzt - anders als ein herkömmlicher USB-Stick - kein massives Gehäuse.

Diesen Parkplatz räumte der Hausmeister regelmäßig mit seinem motorisierten Kleinschneepflug frei, so lange Schnee lag. Dabei überrollte er wohl auch den Stick, jedenfalls ist das Lederetui deutlich abgewetzt und Schleifspuren beziehungsweise Abriebspuren sind deutlich zu erkennen. Vielleicht bin ich aber auch selbst monatelang regelmäßig mit meinen Wagen über den Stick gerollt.

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