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USB-Geräte als Sicherheitsrisiko

31.07.2014 | 16:55 Uhr |

Deutsche Sicherheitsexperten warnen vor einer Schwachstelle im USB-Standard. Manipulierte Sticks könnten die Webcam übernehmen oder die Tastatur überwachen.

Die Sicherheitsforscher Karsten Nohl, Jakob Lell und Henryk Plötz haben eine Schwachstelle im USB-Standard ausgemacht, mit der sich herkömmliche USB-Sticks als Tastatur oder Netzwerkkarte ausgeben können. Der tief in der Firmware des Sticks versteckte Schadcode lässt sich nach Angaben der Berliner Experten nicht durch Zusatzsoftware erkennen, da er sich die Grundlagen des USB-Standards zunutze macht.

In einem Testversuch war es möglich, Tastaturanschläge mitzuloggen, die Webcam einzuschalten oder Fotos vom Bildschirm aufzunehmen. In der heutigen ARD-Sendung Monitor wollen die Forscher ihren Fund präsentieren.

IT-Sicherheit in Firmen: USB-Schnittstellen und USB-Sticks sicher verwalten

Die Experten sehen in USB-Sticks ein großes Sicherheitsrisiko. Speziell Firmen könnten von der Spionagemöglichkeit betroffen sein. Noch würde die Manipulation der USB-Geräte zwar viel Arbeit voraussetzen, doch in naher Zukunft dürften entsprechende Programme auftauchen, die diese Schritte erleichtern.

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