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USA soll China und Hongkong schon seit Jahren hacken

13.06.2013 | 17:01 Uhr |

NSA-Whistleblower Edward Snowden bestätigt die seit Monaten kursierenden Gerüchte um durch die USA initiierte Hacker-Angriffe auf China und Hongkong.

Edward Snowden sorgte in dieser Woche mit der Aufdeckung des geheimen NSA-Projekts Prism für einen Skandal. So wurde bekannt, dass der US-Geheimdienst Internet-Giganten wie Facebook, Apple, Microsoft und Google bzw. deren Nutzer bereits seit Jahren abhört und persönliche Daten sammelt. Nach der Enthüllung flüchtete Snowden vor den US-Behörden nach Hongkong. Dort lieferte der ehemalige CIA-Mitarbeiter im Interview mit der Zeitung South China Morning Post nun weitere Schlagzeilen.

Gegenüber dem Blatt bestätigte Snowden, dass die NSA für zahlreiche Hacker-Angriffe auf China und Hongkong verantwortlich sei. Die Behörden hätten es dabei vor allem auf große Internet-Knoten abgesehen. In China seien besonders Regierungsbeamte, Unternehmen, Studenten und Universitäten für die US-Angreifer interessant. In den vergangenen vier Jahren habe es laut Snowden mehrere hundert Angriffe auf entsprechende Ziele in China und Hongkong gegeben. Weltweit seien sogar ganze 61.000 Attacken gestartet worden.

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Die Anschuldigungen der USA gegen China, die sich inzwischen zu einem Schuldzuweisungs-Schlagabtausch entwickelt haben, stehen so in einem völlig anderen Licht da. Bislang hatte die USA stets betont, Opfer von Hacker-Attacken aus China geworden zu sein, während sich die chinesische Regierung ebenfalls von US-Hackern bedroht sieht.

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