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USA will chinesiche Software-Piraterie eindämmen

In einem Bericht wurden chinesische Behörden dazu aufgerufen, Raubkopierern im eigenen Land energischer nachzugehen. Dabei stellt es sich als schwierig heraus, deutlich zu machen, dass legale Software-Produkte gut für die chinesische Wirtschaft sind.

Diese Woche veröffentlichte die Business Software Alliance ( BSA ), die zum Großteil aus US-amerikanischen Software-Firmen besteht, einen 28seitigen Bericht. Dieser soll den Zusammenhang zwischen Chinas Software- und IT-Branche und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung im Land verdeutlichen. So könnten die Steuereinnahmen Chinas durch legale Software-Verkäufe jährlich um 1,7 Mrd. US-Dollar erhöht werden. Zudem wurden durch neue Berufszweige im IT-Bereich in den letzten drei Jahren eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen.

Es gestaltet sich allerdings als schwierig, den Menschen die Wertschätzung für legale Software näher zu bringen. „Es wird als Möglichkeit gesehen, Geld außerhalb des Landes zu schaffen, ohne dafür Fabriken zu bauen oder die Ökonomie Chinas anderweitig zu stärken“ sagte David Wolf, Präsident der Wolf Group Asia, einer Consulting Firma in Beijing.

Auch Microsoft versucht, seine Produkte auf dem chinesischen Markt zu etablieren. So wurden diese Woche zwei Verträge mit Computerherstellern unterzeichnet, die ab Juni nur noch lizenzierte Windows XP-Versionen vertreiben wollen.

Diese Aktivitäten finden zu einem wichtigen Zeitpunkt statt. Die Regierungen der USA und Chinas treffen sich in der kommenden Woche, um in Washington unter anderem über Intellektuelles Eigentum und Software-Piraterie zu diskutieren

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