Megaupload-Verfahren

USA verlangen Auslieferung von Kim Schmitz

Montag, 05.03.2012 | 16:36 von Hans-Christian Dirscherl
Von links nach rechts: Mathias Ortmann, Fin Batato, Bram Van der Kolk und Kim “Dotcom” Schmitz vor einem neuseeländischen Gericht am 20. Januar 2012.
Vergrößern Von links nach rechts: Mathias Ortmann, Fin Batato, Bram Van der Kolk und Kim “Dotcom” Schmitz vor einem neuseeländischen Gericht am 20. Januar 2012.
Kim Schmitz befindet sich derzeit gegen Kaution in Neuseeland auf freiem Fuß. Doch die Vereinigten Staaten von Amerika fordern seine Auslieferung.
Kim Schmitz, der Gründer von Megaupload, atmet im Moment noch freie Luft in Neuseeland. Und lebt bekanntlich auf großen Fuß, 220.000 Dollar im Monat benötigt die schwergewichtige Internet-Größe für den Lebensunterhalt. Doch mit dem Luxus könnte es bald vorbei sein. Denn die USA haben einen Auslieferungsantrag gestellt.

Neben Kim „Dotcom“ Schmitz wollen die USA auch noch seiner drei Kompagnons und Mitangeklagten Finn Batato, Mathias Ortmann und Bram van der Kolk habhaft werden – für alle vier Megaupload-Betreiber läuft ein Auslieferungsverfahren. Die US-Behörden werfen den vier Beschuldigten vor, mit Megaupload ein kriminelles Unternehmen gegründet und damit Online-Piraterie betrieben sowie Urheberrechtsverstöße in zahlreichen Fällen überhaupt ermöglicht zu haben.

Das Auslieferungsverfahren wird voraussichtlich im August beginnen. Kim Schmitz bleibt bis zur Entscheidung über den Auslieferungsantrag auf freiem Fuß. Schmitz wird bis dahin elektronisch überwacht, er darf in der Regel sein gemietetes Anwesen in Auckland nicht verlassen – ausgenommen zur medizinischen Behandlung beziehungsweise Untersuchung. Schmitz ist zudem die Benutzung des Internets untersagt. Kim Dotcom wohnt aber nicht allein auf seinem Anwesen – seine schwangere Frau, die Zwillinge erwartet, leistet ihm zusammen mit ihren drei Kindern Gesellschaft.

Kim “Dotcom” Schmitz wurde am 20. Januar 2012 festgenommen und sein Filesharing-Portal Megaupload offline genommen . Die US-Behörden werfen Schmitz vor auf Megaupload mehr als 175 Millionen US-Dollar mit kriminellen Machenschaften verdient zu haben. Megaupload habe massenhaft zur Verbreitung von Raubkopien gedient, insbesondere von illegalen Kopien von Filmen und Musikstücken. Am 22. Februar 2012 wurde Schmitz aus der Haft entlassen, sein Verfahren läuft aber weiter.

Montag, 05.03.2012 | 16:36 von Hans-Christian Dirscherl
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