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USA: Spim-Versender verhaftet

22.02.2005 | 11:55 Uhr |

In den USA ist vor wenigen Tagen der vermutlich erste Spim-Versender hinter Gittern gelandet. Mit Spim werden Spam-Nachrichten bezeichnet, die per Instant Messenger versendet werden.

Wegen des mutmaßlichen Versendens von mehr als einer Million Spam-Nachrichten per Instant Messenger (Spims) wurde vor wenigen Tagen ein 18-Jähriger in den USA verhaftet.

Der zuständige Staatsanwalt Brian Hoffstadt wirft dem jungen Mann vor, tausende von Accounts bei dem Internet Service Myspace.com erstellt zu haben, um darüber 1,5 Millionen Werbebotschaften an andere Mitglieder dieses Services zu senden, so die Antivirenspezialisten von Sophos in einer Mitteilung. In den Nachrichten wurde unter anderem für Pornographie und Kredite geworben.

Die Verhaftung selbst könnte einem mittelmäßigem Krimi entsprungen sein: Der Spammer wurde auf dem Los Angeles International Airport festgenommen, wo er sich mit dem Präsident von Myspace.com treffen wollte.

Bei den Verhandlungen mit Myspace.com wollte der Mann erreichen, dass das Unternehmen ihm das exklusive Recht zuspricht, Werbung über den Dienst an dessen Mitglieder zu versenden. Anderenfalls, so die Drohung, würde er seine Spam-Techniken publik machen, so die LA Times . Dem Mann drohen nun bis zu 18 Jahre Haft.

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