63136

USA: Schlag gegen Mod-Chip-Szene

02.08.2007 | 13:56 Uhr |

US-Behörden haben am Mittwoch in 16 Bundesstaaten insgesamt 32 Durchsuchungen durchgeführt, die sich gegen Hersteller und Anbieter von Mod-Chips für Spielekonsolen richteten.

Im Vorfeld hatte die US-Behörde Immigrations and Customs Enforcement (ICE) gemeinsam mit der Spieleindustrie gegen die Mod-Chip-Anbieter ermittelt. Die gesamte Aktion gegen die Mod-Chip-Szene lief unter dem Codenamen "Operation Tangled Web". An den Durchsuchungen selbst waren über 20 Zweigstellen der ICE beteiligt. Angaben darüber, welche Unternehmen und Privatpersonen durchsucht wurden, wurden nicht gemacht.

Laut offiziellen Angaben seien Ziel der Aktion so genannte Mod-Chips für Spielekonsolen wie Playstation 2 oder Xbox 360 gewesen, die nicht zuletzt häufig dafür genutzt werden, um Raubkopien von Spielen auf den Konsolen abspielen zu können. Das würde bei der Spieleindustrie zu Schäden in Milliardenhöhe führen. Insgesamt wird der Schaden durch Raubkopien für die US-Wirtschaft auf bis zu 250 Milliarden US-Dollar und den Verlust von über 700.000 Jobs geschätzt.

Der US-Spieleverband Entertainment Software Association ( ESA ) begrüßte in einer ersten Stellungnahme die Maßnahmen der Behörden. Sie bezeichnete die Umgehung der Kopierschutz-Technologien in den Konsolen als eine Straftat, die "Konsequenzen im echten Leben" habe. "Das ist kein Spiel, wir reden von Haftstrafen", sagte Michael D. Gallagher, Präsident der ESA. Auch Microsoft begrüßte die von der ICE geleitete Aktion. "Microsoft begrüßt die Bemühungen der ICE, die Piraterie zu reduzieren und den intellektuellen Eigentum von Microsoft und seinen Industrie-Partnern zu schützen", ließ das Unternehmen verlauten und bezeichnete die Aktion der ICE auch als einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Piraterie.

0 Kommentare zu diesem Artikel
63136