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USA: Polizei fahndet mittels Suchtechnologie nach Sexualstraftätern

12.04.2007 | 10:52 Uhr |

Suchtechnologie hilft nicht nur dabei, bestimmte Informationen im Internet zu finden, sondern auch Straftäter aufzuspüren. In den USA stehen dabei vor allem Sexualstraftäter im Visier der Fahnder und immer öfter werden die Behörden dank spezialisierter Datenbanken fündig.

Vorbestrafte Sexualstraftäter müssen in den USA ihren aktuellen Wohnsitz registrieren lassen - eigentlich. Doch eine Vielzahl dieser Verbrecher verstößt gegen diese Auflage und wechselt unablässig ihren Wohnort - ein Albtraum für die Behörden. Doch die Polizei ist in Zeiten von Bits&Bytes nicht mehr nur auf die klassische Fahndungsarbeit angewiesen, sondern nutzt verstärkt spezielle Suchtechnologien und - maschinen, um nicht registrierte Straftäter auszuspüren. Wie nun bekannt wurde, gelang es der Polizeibehörde von Florida im Herbst 2006, einen Sexualstraftäter zu finden, der bereits für Tot erklärt wurde.

"Dieser Mann wanderte von Staat zu Staat und registrierte sich nie", sagte Mary Coffee, die bei der Polizei von Florida für das Registrierungs-Programm für Straftäter zuständig ist. "Der letzte Staat, zu dem wir ihn zurückverfolgen konnten (Illinois, Anm. d. Red.), war nicht nur der Ansicht, dass er sich nicht mehr bei dieser Adresse aufhält, sondern auch, dass er bereits verstorben sei", so Coffee.

Falsch gedacht, wie weitere Ermittlungen zeigten. Denn in Florida wird ein Prototyp der "Advanced Sex Offender Search"-Technologie (ASOS) von Lexisnexis eingesetzt, das in Kombination mit dem System Advanced Investigative Solution (AIS) des selben Herstellers verwendet wird. Die Programme durchforsten bei der Personensuche öffentliche, Kriminal- und eine Vielzahl weiterer Datenbanken und spucken die zuletzt bekannte Adresse und - in einigen Fällen - Alias-Namen unregistrierter Sexualstraftäter aus. Mit Hilfe dieser Technik gelang es den Ermittlern in Florida, die gesuchte "tote" Person in Indiana aufzuspüren, wo er wegen Verstoßes gegen die Registrierungsauflagen verhaftet wurde. Dem Mann drohen nun mindestens 31 Monate Haft.

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