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USA: Neues Gesetz sagt P2P-Piraten den Kampf an

28.04.2005 | 11:41 Uhr |

In den USA wurde mit dem "Family Entertainment and Copyright Act" ein neues Gesetz verabschiedet, das empfindliche Strafen nach sich zieht, sollten Filme, Musiktitel oder Software über Tauschbörsen veröffentlicht werden, bevor diese offiziell im Handel erhältlich sind.

Ein neues Gesetz in den USA kann für P2P-Nutzer, die Filme, Musiktitel oder Software zum Tausch anbieten, bevor diese regulär veröffentlicht wurde, empfindliche Strafen nach sich ziehen. Der " Family Entertainment and Copyright Act " sieht in diesem Fall bis zu drei Jahre Haft sowie Entschädigungs-Zahlungen vor. Für die Höhe des Strafmaßes ist es laut einem Bericht von Cnet egal, ob die Inhalte überhaupt von anderen Personen herunter geladen werden, alleine das Anbieten ist entscheidend.

Sollte sich eine bereits deswegen verurteilte Person uneinsichtig zeigen und erneut einen Film oder ähnliches vor dessen offiziellen Start über P2P-Börsen anbieten, kann er für maximal sechs Jahre ins Gefängnis wandern. Noch höhere Strafen sieht das Gesetz für Täter vor, die aus finanziellen Interessen heraus handeln.

Darüber hinaus können nun Personen, die Filme in Kinos mit einem Camcorder oder ähnlichem aufzeichnen, zu bis zu drei Jahren Haft verurteilt werden. Im Wiederholungsfall drohen bis zu sechs Jahre. Bereits das Mitführen einer Kamera in einen Kinosaal sei laut Gesetz ein "Beweis" für einen möglichen Verstoß gegen die gesetzlichen Vorschriften, doch diese Tatsache allein sei für eine Verurteilung nicht ausreichend. Bei Ihrem nächsten Urlaub in den USA sollten Sie also sicherheitshalber vor einem Kinobesuch die Videokamera aus Ihrem Rucksack nehmen und im Hotel lassen.

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