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USA: Grenzkontrollen künftig mit Hilfe von biometrischen Daten

20.05.2003 | 16:03 Uhr |

Die USA machen bei der Verschärfung der Einreisekontrollen ernst. Das US-Heimatschutzministerium stellte am Montag in Washington erste Details zum "US-Visit"-Programm (U.S. Visitor and Immigration Status Indication Technology) vor, bei dem die Erfassung biometrischer Daten eine gewichtige Rolle spielt.

Die USA machen bei der Verschärfung der Einreisekontrollen ernst. Das US-Heimatschutzministerium (DHS) stellte am Montag in Washington erste Details zum "US-Visit"-Programm (U.S. Visitor and Immigration Status Indication Technology) vor, bei dem die Erfassung biometrischer Daten eine gewichtige Rolle spielt.

Demnach ist geplant, ab dem 1. Januar 2004 alle Besucher, die mit einem Visa einreisen, zu fotografieren sowie deren Fingerabdrücke abzunehmen. Diese Daten sollen dann an eine zentrale Datenbank übermittelt und mit den dort gespeicherten Daten von Verbrechern und bekannten Terroristen verglichen werden. In Zukunft soll auch ein Iris-Scan Bestandteil der Erfassung werden.

Sobald der Besucher die USA wieder verlässt, soll US-Visit die Ausreise bestätigen. Zunächst soll das System auf allen US-Flug- und Seehäfen installiert werden. Später sollen auch die Grenzübergänge zu Mexiko und Kanada folgen. Die Informationen aus dem Programm sollen neben den Einwanderungsbehörden auch dem FBI, den lokalen Polizeibehörden sowie den Konsulaten zur Verfügung stehen.

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