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USA: GPS funktioniert auch im Kriegsfall

Viele Menschen möchten es nicht mehr missen - die Positionsbestimmung mittels GPS. Ob als Bergsteiger mit einem mobilen GPS-Gerät im Rucksack, als Kapitän auf hoher See, oder als Autofahrer mit einem fest eingebauten GPS im Kraftfahrzeug, das Satellitennavigationssystem GPS leistet wertvolle Dienste. Doch GPS gehört den USA und die US-Militärs haben in der Vergangenheit immer klar gemacht, dass sie im Kriegsfall die zivile Nutzung von GPS zu Gunsten ihrer Truppen reduzieren oder abschalten würden. Für den Fall einer militärischen Auseinandersetzung im Irak haben die USA jetzt eine "Garantie-Erklärung" abgegeben, dass GPS auch weiterhin nutzbar bleibe.

Viele Menschen möchten es nicht mehr missen - die Positionsbestimmung mittels GPS. Ob als Bergsteiger mit einem mobilen GPS-Gerät im Rucksack, als Kapitän auf hoher See, oder als Autofahrer mit einem fest eingebauten GPS im Kraftfahrzeug, das Satellitennavigationssystem GPS (Global Positioning System) leistet wertvolle Dienste.

Doch GPS gehört den USA und die US-Militärs haben in der Vergangenheit immer klar gemacht, dass sie im Kriegsfall die zivile Nutzung von GPS zu Gunsten ihrer Truppen reduzieren oder abschalten würden. Für den Fall einer militärischen Auseinandersetzung im Irak haben die USA jetzt eine "Garantie-Erklärung" abgegeben, dass GPS auch weiterhin nutzbar bleibe.

Mit Hilfe des US-Satellitennavigationssystems lassen sich Positionen auf bis zu zwölf Meter genau orten. Die ständig um die Erde kreisenden GPS-Satelliten gehören jedoch dem Pentagon, das die Frequenzen nach eigenem Gutdünken vergeben und einschränken kann. Denn die US-Truppen rund um den Globus nutzen GPS für ihre militärischen Zwecke und konkurrieren so mit den zivilen Nutzern des Navigationssystems. In Friedenszeiten ist das kein Problem, im Kriegsfall schnellt der Bedarf der US-Streitkärfte drastisch in die Höhe.

"Wir glauben, sicherstellen zu können, dass GPS als unschätzbar wertvolles Gebrauchsgut jederzeit zur Verfügung steht, während es gleichzeitig die Sicherheitsanforderungen der USA und der Koalition erfüllt", sagte ein Sprecher der Brüsseler US-Vertretung bei der EU der Berliner Zeitung. Die US-Regierung sei sich ihrer Verantwortung gegenüber zivilen und kommerziellen Nutzern bewusst.

Diese Erklärung kommt einigermaßen überraschend. Immerhin ist zu erwarten, dass die USA das GPS-Signal zumindest für Nicht-Amerikanische Nutzer im Irak stören werden, um den irakischen Truppen dieses Hilfsmittel aus der Hand zu schlagen. Ein Sprecher der US-Regierung bestätigte dies bereits. Außerdem werden die US-Truppen das noch exaktere und verschlüsselte militärische GPS-Signal einsetzen, um ihre eigenen Waffen ins Ziel und ihre Truppen zum Einsatzort zu bringen.

Das Monopol der USA an dem weltweit verfügbaren Navigationssystem ist einer der Gründe, weshalb die Europäische Union ihr eigenes Navigationssystem aufbauen will. Galileo, wie das europäische Gegenstück heißt, soll ab 2008 funktionieren. Bis dahin sollen 30 Satelliten ins All geschossen werden. Derzeit ist Galileo aber noch Zukunftsmusik.

Jentro kündigt Handy-Navigationssystem an (PC-WELT Online, 05.02.2003)

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