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Digitale Bilderrahmen mit Malware infiziert

24.01.2008 | 13:51 Uhr |

Mal was Neues: Nach ab Werk mit Malware infizierten Festplatten und MP3-Playern ist nun ein Fall bekannt geworden, bei dem mit Schad-Software versehene, digitale Bilderrahmen in den Handel gekommen sind. Betroffen war ein Modell der Elektronikkette Best Buy, einen Rückruf soll es aber nicht geben.

In den USA hat die Elektronikkette Best Buy mit Malware verseuchte, digitale Bilderrahmen verkauft. Dies gab das Unternehmen nun bekannt. Betroffen waren Geräte der Eigenmarke "Insignia" mit der Modellnummer "NS-DPF10A". Angaben des Unternehmens zufolge ist die Malware bereits bei der Produktion auf die 10,4-Zoll-Rahmen gelangt. Die betroffenen Geräte wurden mittlerweile aus den Lagern entfernt, einige davon wurden aber bereits verkauft.

Wie viele der verseuchten Geräte an Kunden verkauft wurden, verschweigt das Unternehmen allerdings. Man wolle sich allerdings mit betroffenen Anwendern in Verbindung setzen, erklärte Best Buy. Auch bei der Frage, um welche Malware es sich genau handelt, gibt sich die Firma zugeknöpft. So ist nicht bekannt, ob es sich beispielsweise um einen Wurm oder ein Trojanisches Pferd handelt.

Betroffen sind laut Best Buy ausschließlich Windows-Rechner. Die Malware kann sich auf den PC übertragen, sobald ein verseuchter Bilderrahmen per USB mit dem Rechner verbunden wird. Allerdings sollen aktuelle Antiviren-Programme laut Best Buy den Eindringling sofort erkennen können, da es sich um eine ältere Malware handele.

In der Vergangenheit wurden immer wieder Fälle bekannt, bei denen ab Werk mit Malware infizierte Hardware in den Handel gelangt ist. Betroffen waren beispielsweise Festplatten von Seagate und diverse MP3-Player, darunter auch Apples iPod . Anwender sollten bei neuer Hardware also nicht blind auf die Qualitätskontrollen der Hersteller vertrauen, sondern besser auf aktuelle Antiviren-Software setzen.

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