16.11.2011, 19:33

Michael Söldner

USA

Autoren streiken gegen Amazons Kindle-Buchverleih

©amazon.com

Amerikanische Buchautoren wehren sich gegen den Verleihservice für Amazons Reader Kindle und unterstellen dem Online-Versender unlautere Methoden.
In den USA hat der Versandriese Amazon Anfang des Monats einen Service für Bücher gestartet, mit dem Prime-Mitglieder ein Buch pro Monat für den hauseigenen Reader Kindle gratis ausleihen können. Auf diese Ankündigung haben landesweit Autoren empört reagiert und unterstellen dem Anbieter, Verträge gebrochen und gleichzeitig einen zu starken Druck auf die Verfasser auszuüben.

Auch die amerikanische Authors Guild sieht in der Vorgehensweise von Amazon eine Unterwanderung der Interessen ihrer vertretenen Rechteinhaber. Mit Random House, Simon & Schuster, Penguin, HarperCollins, Hachette und Macmillan hätten die sechs größten Vertreiber von Büchern in den USA ihre Teilnahme am Verleihprogramm bereits ausgeschlossen. Trotzdem hätte Amazon viele Bücher der betreffenden Rechteinhaber in den Dienst eingebunden.
Test - Amazon Kindle 3G Produkteinschätzung

Amazon ist der Meinung, keine zusätzliche Erlaubnis für die Aufnahme der betreffenden Bücher in das Verleih-Programm zu benötigen. Die Authors Guild sieht hingegen ihre Rechte durch diese Geschäftsmethoden stark eingeschränkt und kündigt entsprechend Reaktionen an. Auch Verlage, die dem Kindle-Programm zugestimmt hätten, müssten sich vorher das Einverständnis der jeweiligen Autoren einholen, bevor sie die Bücher im Amazon-Leihprogramm anbieten dürften.
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