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220.000-Dollar-Filesharing-Fall geht in zweite Runde

09.10.2007 | 09:11 Uhr |

Die Beklagte im Filesharing-Prozess von Minnesota, Jammie Thomas, hat sich dazu entschlossen, die Strafe in Höhe von über 220.000 Dollar nicht zu akzeptieren und Berufung eingelegt.

Jammie Thomas, die US-Anwenderin, die vor wenigen Tagen wegen illegalen Filesharings zu einer Geldstrafe in Höhe von 222.000 Dollar verurteilt wurde, hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. "Mein Anwalt hat im nationalen Fernsehen - und ich bin sicher, dass die RIAA zugesehen hat - angekündigt, dass wir in Berufung gehen werden", so Thomas in ihrem Blog.

Darüber hinaus hofft die Dame auf Unterstützung in ihrem Kampf gegen die Industrie durch Privatpersonen aus aller Welt. Thomas bittet auf einer extra eingerichteten Website um Spenden , um kommende Ausgaben im Zusammenhang mit dem Verfahren decken zu können. Bislang kamen dabei rund 4000 Dollar zusammen.

Thomas wurde vor wenigen Tagen von einer Jury dazu verurteilt, an sechs Musiklabels insgesamt 222.000 Dollar Schadenersatz zu zahlen, da sie 24 Musikdateien per Kazaa zum Tausch angeboten hatte. Damit wurde erstmals ein derartiges Verfahren vor einer Jury verhandelt. Das aus Sicht der RIAA positive Urteil sehen viele Experten als gewichtige Munition für weitere, ähnlich gelagerte Fälle . Nun darf man aber gespannt sein, wie das Berufungsverfahren letztlich enden wird.

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