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US-Website von Al-Qaida gehackt

17.06.2004 | 15:11 Uhr |

Die Terrororganisation al-Qaida hat für die Verbreitung eines Videos, das einen entführten US-Bürger zeigt, die Website eines Landvermessungsunternehmens in den USA gehackt und über diese den Video-Download verbreitet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner Online-Ausgabe.

Die Terrororganisation al-Qaida hat für die Verbreitung eines Videos, das einen entführten US-Bürger zeigt, die Website eines Landvermessungsunternehmens in den USA gehackt und über diese den Video-Download verbreitet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner Online-Ausgabe .

Erstmals habe die al-Qaida damit für ihre Botschaften nicht die einschlägigen Internetseiten verwendet, sondern eine private Web-Adresse missbraucht, so das Magazin. In dem Video, das seit Mittwoch verbreitet wird, ist der entführte US-Bürger Paul Marshal Johnson zu sehen. In islamistischen Internetforen wurden der Download-Link gestreut und somit gelangte das Video auch an die Öffentlichkeit.

Die Website gehört "Silicon Valley Landsurveying Inc" im kalifornischen San Jose und soll erst kurz vor der Veröffentlichung des Videos gehackt worden sein. Für das Video wurde eigens ein neues Verzeichnis eingerichtet. Neben dem Video mit dem entführten US-Bürger wurden auch Videos von früheren Anschlägen verbreitet. Das entsprechende Verzeichnis wurde mittlerweile von dem kalifornischen Unternehmen gelöscht.

So genanntes "Subdirectory defacement" ist an sich nichts Neues. "Es ist allerdings das erste Mal, dass das Terrornetzwerk al-Qaida von solchen Techniken für seine Propaganda Gebrauch gemacht und eine private Webseite gehackt hat", so der Spiegel.

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