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Obamas Pläne im Bereich Technologie

05.11.2008 | 09:47 Uhr |

Barack Obama ist zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden. Die vor der Wahl befürchteten Probleme mit den Wahlcomputern hielten sich diesmal in Grenzen. Wir fassen außerdem zusammen, wofür Obama im Bereich Technologie steht.

Nur vereinzelt wurden Probleme mit den Wahlcomputern aus einigen Bundesstaaten gemeldet. Insgesamt kam es allerdings zu keinem größeren Ausfall der Geräte oder zu Fehlfunktionen. Die in San Francisco ansässige Gruppe Verified Voting.org , die die elektronischen Wahlmethoden beobachtet, ließ verlauten, dass man vereinzelt Berichte darüber erhalten habe, dass die optischen Scanner Probleme verursacht hätten.

Die betroffenen Wähler wurden von den Wahlleitern angewiesen, einen Wahlzettel auszufüllen und in einen Karton zu werfen, dessen Inhalt erst später ausgezählt werden soll. Immerhin sei in diesen Fällen aber sicher, dass die abgegebene Stimme auch gezählt werden. Bei älteren Wahlcomputern in Philadelphia soll es dagegen vereinzelt zu Problemen bei der Zählung der abgegebenen Stimmen gekommen sein, weil dort nach Abgabe der Stimme dies nicht durch ein Aufleuchten einer Lampe bestätigt wurde. Unbekannt sei, ob die Lampen defekt waren oder die Stimmen nicht gezählt wurden.

Die Organisation Votersunite.org dagegen erwartet, dass es noch diverse Berichte über defekte Wahlcomputer geben wird, weil die Rechner bisher bei jeder Wahl Probleme bereitet haben.

An dem Wahlergebnis dürfte sich nichts ändern: Mit einer enorm hohen Wahlbeteiligung ist der 47jährige Demokrat Barack Obama mit einer deutlichen Mehrheit als Sieger der US-Präsidentenwahl hervorgegangen. Der aktuelle Stand: Mitte Dezember werden 338 Wahlmänner ihre Stimme für Barack Obama abgeben, während der Republikaner McCain lediglich 160 der 270 benötigten Wahlmänner gewinnen konnte.

Über das Thema Technologie hat sich Barack Obama während des Wahlkampfs nicht oft geäußert. Auf seiner Website widmet sich eine Rubrik diesem Bereich . Im TV-Duell gegen John McCain sprach sich Obama dafür aus, die Verfügbarkeit von Breitband-Internet weiter auszubauen, um damit die gesamte Bevölkerung daran teilhaben zu lassen.

Während des Wahlkampfes nutzte Obama das Medium SMS um zuerst seine Anhänger darüber zu informieren, dass er sich für Joe Biden als seinen Vizepräsidenten entschieden hat, falls er zum US-Präsidenten gewählt werden sollte. Gamer in den USA erreichte Obama damit, dass er in den Spielen Madden NFL 09 und Burnout Paradise Werbung schalten ließ.

Auf seiner Website spricht sich der künftige US-Präsident dafür aus, dass das Internet auch künftig neutral bleiben müsse. "Der wichtigste Grund für den Erfolg des Internets ist, dass es das offenste Netzwerk der Geschichte ist", heißt es dort. Außerdem will Obama in Behörden investieren, die Cyberkriminalität, Spam, Spyware und Phishing verstärkt bekämpfen sollen.

Obama will außerdem die Menge an persönlicher Daten verringern, die in elektronischen Datenbänken gespeichert werden. Unternehmen, die Jobs außerhalb der USA verlagern, sollen Steuerentlastungen gekürzt werden.

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