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US-Verteidigungsministerium will Hacker einstellen

03.03.2016 | 15:09 Uhr |

Hacker sollen dem US-Verteidigungsministerium dabei helfen, die eigenen Netzwerke sicherer zu machen.

Im Rahmen eines Pilotprojekts sollen Hacker nach Schwachstellen auf den öffentlichen Webseiten des US-Verteidigungsministeriums suchen. Laut Pentagon sei dies der erste Versuch, Außenstehende gezielt auf die Systeme anzusetzen. Dabei gebe es schon jetzt täglich millionenfache Angriffe auf die Internetangebote des US-Verteidigungsministeriums.

Konkrete Details zum Ablauf der Tests ließ das Pentagon offen. Auch zur Bezahlung der angeheuerten Hacker machte die Institution keine Angaben. „Hack the Pentagon“ soll im April beginnen. Zuvor müssen Beamte und Anwälte jedoch noch rechtliche Fallstricke aus dem Weg räumen, denn die Hacker müssen für ihre Angriffe autorisiert werden.

Laut Verteidigungsminister Ash Carter sollen die Testläufe die digitalen Verteidigungslinien verbessern und damit auch die nationale Sicherheit erhöhen. Die geplanten Angriffe richten sich gegen öffentliche Netzwerke oder Webseiten, auf denen keine sensiblen Informationen oder Personendaten zu finden sind.

Organisiert wird das Programm vom erst im November gegründeten Defense Digital Service (DDS). Der Dienst wird von kleinen Teams aus Ingenieuren geleitet, die zum Großteil aus der Privatwirtschaft stammen.

In dieser Woche kündigte das Pentagon zudem ein IT-System an, welches das neue National Background Investigations Bureau unterstützen soll. Die Kosten belaufen sich auf 615 Millionen US-Dollar. Das Computersystem zur Hintergrundüberprüfung von Personen soll ebenfalls gemeinsam mit Experten aus dem privaten Sektor entstehen. Möglich wird dies unter anderem auch durch das 2015 gestartete Cybersecurity Exchange Program, das den Austausch von Mitarbeitern aus Sicherheitsunternehmen vorsieht.

Absichern von Servern und Netzwerk

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