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US-Stadt bezahlt Bürger für Zerstörung von Gewalt-Spielen

04.01.2013 | 05:57 Uhr |

Die Bürger einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Connecticut belohnen die Abgabe von gewalthaltigen Spielen, Filmen und CDs mit Shopping-Gutscheinen.

Der Amoklauf in einer Grundschule im Dezember in den USA entfachte in Amerika eine neue Diskussion über das geltende Waffenrecht. Während die Waffen-Lobby weiter aufrüsten will, scheinen einige US-Bürger gewalthaltige Medien für die Gräueltat verantwortlich zu machen. Die Kleinstadt Southington, die rund 48 Kilometer vom Schauplatz des Amoklaufs in Newtown entfernt liegt, hat in dieser Woche das „Violent Video Games Return Program“ ins Leben gerufen.

Im Rahmen einer Sammel-Aktion am 12. Januar 2013 können gewalthaltige Videospiele, Filme und Musik-CDs abgegeben werden. Als Belohnung winkt jedem Teilnehmer ein Geschenk-Gutschein im Wert von 25 US-Dollar. Die gesammelten Datenträger werden laut den Initiatoren anschließend verbrannt.

Denkspiele machen nicht klüger - Gewaltgames schon

Die Aktion soll Eltern wachrütteln und sie dazu bringen, sich mit ihren Kindern über deren Medienkonsum zu unterhalten, erklärt Schulleiter Joe Erardi. Der US-Amerikaner betont weiterhin, dass die Aktion Videospiele nicht für den Amoklauf am 14. Dezember 2012 verantwortlich machen soll. Ziel sei es lediglich, Eltern dafür zu sensibilisieren, auf die Spielgewohnheiten ihrer Kinder zu achten.

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