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US-Senat will Spam eindämmen: "do-not-call"-Liste als Modell

29.04.2003 | 09:44 Uhr |

Neben Unternehmen wie AOL, Microsoft und Yahoo, die eine Kooperation zur Bekämpfung unerwünschter Mails geschlossen haben, will jetzt auch der US-Senat gegen Spam vorgehen. Der demokratische Senator Charles Schumer aus New York hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der das Anlegen einer Ausschlussliste vorsieht.

Neben Unternehmen wie AOL, Microsoft und Yahoo, die eine Kooperation zur Bekämpfung unerwünschter Mails geschlossen haben, will jetzt auch der US-Senat gegen Spam vorgehen. Der demokratische Senator Charles Schumer aus New York hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der das Anlegen einer Ausschlussliste vorsieht, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet.

Allen Internet-Nutzern, die sich in diese Liste eintragen, sollen keine Massen-Mails zugeschickt werden dürfen. Vorbild für das Modell ist die von der FTC (Federal Trade Commission) initiierte "do-not-call"-Liste. Bürger, die sich dort eintragen, dürfen nicht in Telefon-Marketing-Aktionen einbezogen werden.

Während Schumer vorschlägt, Zuwiderhandlungen mit einer Strafe von 5000 Dollar zu ahnden, kritisieren Experten den Entwurf, berichtet das Wall Street Journal . Er unterscheide nicht zwischen seriösen Werbebotschaften und Spam-Mails, durch die Anwender oft mittels zweifelhafter Versprechungen auf dubiose Websites weitergeleitet werden sollen. Außerdem sei es fraglich, ob Spammer, die oft im Ausland sitzen, die Liste berücksichtigen.

Der Entwurf sieht außerdem vor, dass Massen-Mails das Kürzel "ADV" (Advertisement) in der Betreffzeile führen müssen. Dadurch ließen sich unerwünschte Nachrichten leichter filtern. AOL, Microsoft und Yahoo wollen durch ihre Zusammenarbeit die Kopfdaten von Spam-Mails analysieren und so dem Ursprung der Nachrichten auf die Spur kommen. Auf diese Weise sollen sich für die Spam-Aktionen genutzte Mail-Accounts schneller sperren lassen.

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