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US-Richterin lädt Mt. Gox-Chef Karpeles in die USA vor

02.04.2014 | 09:42 Uhr |

Langsam wird es eng für Mark Karpeles, den Chef der insolventen Bitcoin-Börse Mt. Gox. Eine US-Richterin hat ihn vorgeladen. Der unter Betrugsverdacht stehende Karpeles soll vor einem Gericht in Texas persönlich erscheinen und aussagen.

Bisher hat sich Mark Karpeles, der Chef der insolventen Bitcoin-Börse Mt. Gox, geweigert, vor einem Gericht in den USA auszusagen. Stattdessen wollte er in Taiwan seine Aussage machen. Doch nun hat eine texanische Richterin angeordnet, dass Mark Karpeles in die USA kommen soll um dort auszusagen.

Richterin Stacey Jernigan hat Karpeles für den 17. April vorgeladen. An diesem Tag soll der bankrotte Bitcoin-Händler vor dem "U.S. Bankruptcy Court for the Northern District of Texas, Dallas Division" persönlich erscheinen. Das verriet ein Rechtsanwalt, der einige Gläubiger von Mt. Gox vertritt.

Mt. Gox findet 200.000 verschwundene Bitcoins

Mit der Vorladung erreichten die Mt. Gox-Gläubiger Gregory Greeneu und Joseph Lack ihr erstes Ziel. Beide haben durch den Bankrott von Mt. Gox Geld verloren und drängten deshalb darauf, dass der CEO von Mt. Gox in die USA käme und dort seine Aussage mache. Die Gläubiger wollen wissen, warum Mt. Gox Pleite gegangen ist und was mit den dort hinterlegten und verschwundenen Bitcoins passiert sei. Nicht nur diese beiden Gläubiger vermuten einen Betrug und haben deswegen Karpeles verklagt.

Karpeles lebt in Japan, wo auch sein Unternehmen Mt. Gox seinen Sitz hat.

Die in Japan registrierte Bitcoin-Börse Mt. Gox hat am 28. Februar vor einem Gericht in Tokyo Gläubigerschutz beantragt, weil sie 850.000 Bitcoins verloren hatte. 200.000 Bitcoins entdeckte Mt. Gox aber später angeblich in alten unbenutzten Wallets. Mt. Gox hat mittlerweile die Polizei von Tokyo um Hilfe beim Auffinden der verlorenen restlichen 650.000 Bitcoins gebeten.

Mt. Gox besitzt nach eigenen Angaben derzeit noch 202.000 Bitcoins: Die 200.000 aus dem überraschenden Fund und weitere 2000, die den angeblichen Diebstahl überstanden hatten. Was nun mit den gefundenen Bitcoins passiert und ob und wie die Gläubiger entschädigt werden, ist noch völlig offen.

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