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US-Regierung soll beim Rechtsstreit zwischen AMD und Intel helfen

15.01.2003 | 16:20 Uhr |

Bei der Entscheidung, ob der Prozessorhersteller AMD nicht öffentliche Unterlagen des Marktführers Intel rechtmäßig einsehen darf, hat das höchste US-Gericht die Regierung nun um eine Stellungnahme gebeten.

Bei der Entscheidung, ob der Prozessorhersteller AMD nicht öffentliche Unterlagen des Marktführers Intel rechtmäßig einsehen darf, hat das höchste US-Gericht die Regierung nun um eine Stellungnahme gebeten. Dies geht aus einem Bericht unserer Schwesterpublikation Computerwoche hervor.

AMD hatte 2001 bei einem kalifornischen Bezirksgericht die Herausgabe von internen Geschäftspapiere aus einem unabhängigen Kartellrechtstreit zwischen Intel und dem Workstation-Hersteller Intergraph eingeklagt, um sie der EU-Kommission für eine eigene Antitrust-Beschwerde vorzulegen. Die Dokumente sollten den europäischen Wettbewerbshütern als Beweis für missbräuchliche Marketing-Praktiken von Intel dienen. Die EU-Kommission hatte die fraglichen Akten allerdings nicht selbst angefordert, weil sie die Ansicht vertritt, dass diese für den Fall nicht relevant seien.

Während AMD bei dem Bezirksgericht im September 2002 mit dem Antrag auf Akteneinsicht scheiterte, urteilte ein Berufungsgericht, dass die Herausgabe der Beweismittel durchaus rechtmäßig sei, da es bei der EU-Kommission um ein ausländisches oder internationales Tribunal handle. Wie das entsprechende Bundesgesetz ausgelegt werden muss, sollen nun das Supreme Court und die US-Regierung entscheiden.

Intel eröffnet diesjährigen Prozessor-Preiskrieg (PC-WELT Online, 13.01.2003)

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