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US-Online-Aktivist ermordet

20.10.2000 | 12:07 Uhr |

In den USA wurde der Herausgeber eines Newsletters erschossen. Der 55-jährige James Edwin Richards hatte in seinem Newsletter "Neighborhood News" ausführlich über die lokale Verbrechensszene und das Drogenmilieu in Los Angeles informiert.

In den USA wurde der Herausgeber eines Newsletters erschossen. Der 55-jährige James Edwin Richards hatte in seinem Newsletter "Neighborhood News" ausführlich über die lokale Verbrechensszene und das Drogenmilieu in Los Angeles informiert. Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge gehen die Behörden von einem vorsätzlichen Mord aus.

Nach Angaben der Stadträtin Ruth Galanter hatte Richards im Internet über sämtliche Verbrechen berichtet, die sich in seinem weiteren Umkreis zutrugen - angefangen bei geringfügigen Vergehen wie Diebstahl bis zu Drogendeals und Schießereien. Oftmals sei Richards auch an Tatorten schon vor der Polizei erschienen. "Er hat sich damit viele Feinde gemacht", erklärte Galanter. "Es wurde sogar gescherzt, er solle lieber vorsichtig sein, sonst werde er selbst einmal erschossen. Und genau das scheint unglücklicherweise jetzt passiert zu sein."

Auch Freunde des ermordeten Online-Aktivists erklärten, Richard sei eine kontroverse Person gewesen, die für manche durchaus eine Zielscheibe darstellte. Die Polizei hat bislang noch keine weiteren Angaben zu dem Verbrechen gemacht. (PC-WELT, 20.10.2000, jas)

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