151554

US-Militär experimentiert mit Haien

03.03.2006 | 11:46 Uhr |

Die US-Streitkräfte versuchen sich Haie für Spionagezwecke gefügig zu machen. Dazu setzen die Militärs den Raubfischen Chips ein um sie fernzusteuern.

Die englische Nachrichtenseite "The Register" berichtet über Pläne des US-Verteidigungsministeriums, Hai-Fischen kleine Steuergeräte oder Chips zu implantieren, um diese damit fernsteuern zu können. Die ferngelenkten Haie sollen dann für die Amerikaner spionieren.

Erfahrung mit solchen Chips gibt es bereits aus medizinischen Experimenten. Sie werden eingesetzt, um gelähmten Menschen eine gewisse Bewegungsfreiheit wiederzuverschaffen. Mit dem Einsatz solcher Chips in Haien betreten die Forscher jedoch Neuland.

Haie wären die perfekten Spione. Sie bewegen sich mehr oder weniger lautlos und unauffällig durchs Wasser. Und vor allem: Bei einem Hai denkt kein Mensch an einen militärisch genutzten Spion oder Aufklärer.

Die Haie könnten unauffällig Schiffe begleiten oder U-Boote verfolgen. Wissenschaftler der Universität Boston experimentieren dem Bericht zufolge bereits mit Katzenhaien und versuchen diese zu lenken. Die Steuerbefehle übermitteln die Forscher via Funk vom Laptop aus an eine Antenne, die am Fisch befestigt ist.

Die Wissenschaftler wollen als nächstes Sensoren an oder in den schuppigen Spionen befestigen. Damit sollen beispielsweise Chemikalienspuren aufgespürt oder elektromagentische Felder lokalisiert werden.

Die US-Marine hat übrigens bereits Erfahrung mit tierischen Helfern zur See. So setzt die Marine Delfine als Minensucher ein.

0 Kommentare zu diesem Artikel
151554