2200641

US-Marine baut AR-Taucherhelm mit Head-Up-Display

06.06.2016 | 13:49 Uhr |

Die US-Marine entwickelt mit Divers Augmented Vision Display einen Taucherhelm mit integriertem Head-Up-Display und Augmented Reality. Damit sollen Taucher in gefährlichen Situationen sich besser zurecht finden und sich auch bei Dunkelheit orientieren können.

Headup-Displays (HUD) kennt man typischerweise von modernen PKWs. Nicht nur Oberklasse-Fahrzeuge wie dem 7er BMW , sondern auch in so manchem Mittelklassewagen wie dem VW Passat und Mazda 3 und sogar in Kleinwagen wie dem Mazda 2 bekommt der Fahrer wichtige Informationen auf einem Head-Up-Display eingeblendet. Das schont die Augen und reduziert die Ablenkungsgefahr für den Fahrer.

Ein neues Forschungsprojekt der US-Marine richtet sich dagegen an Taucher. Die US-Marine lässt hierbei einen Taucherhelm mit eingebautem HUD entwickeln. Auf dem HUD werden zusätzliche Informationen für den Taucher eingeblendet – Augmented Reality unter Wasser also.

Der AR- Taucherhelm, den die Marine als Divers Augmented Vision Display, kurz DAVD, bezeichnet, wird vom Naval Surface Warfare Center Panama City Division (NSWC PCD) erprobt.

Das hochauflösende HUD ist beim DAVD innen an der Taucherbrille des Helms befestigt. Der Taucher schaut durch das HUD und die Taucherbrille auf seine Unterwasserumwelt. Auf dem HUD sollen Echtzeitinformationen aus allem denkbaren Quellen eingeblendet werden. So können beispielsweise Sonarwerte beziehungsweise -Bilder an den Taucher übermittelt oder Textnachrichten eingeblendet werden. Aber auch Diagramme, Fotos und sogar Videos könnte der Taucher so betrachten und zur Orientierung verwenden.

Damit wäre der Taucher unter Wasser sicherer unterwegs – ein Hai, der über oder hinter ihm auftaucht, könnte vom Sonar erfasst werden und diese Warnung dann sofort auf dem HUD erscheinen. Der Taucher findet zudem schneller sein Ziel und kann sich beispielsweise in einem Schiffswrack oder in einem ins Meer gestürzten Flugzeug rascher orientieren.

Der Taucher kann das HUD nach Belieben ein- und ausschalten und die eingeblendeten Informationen an unterschiedlichen Punkten auf dem Display positionieren.

Das DAVD HUD kann bei der Wartung von Schiffen, beim Unterwasser-Bau und für Rettungseinsätze verwendet werden. Für das DAVD HUD sollen nun noch verbesserte und vor allem geschrumpfte Sensoren zum Beispiel für Sonar und Video entwickelt werden, mit denen der Taucher seine Umgebung besser wahrnehmen kann. Dank der Sonardaten könnte der Taucher dann unter Wasser sogar etwas „sehen“, wenn seine Sichtweite aufgrund von Dunkelheit oder Verschmutzung stark eingeschränkt ist.

Das DAVD HUD soll sich sowohl in Taucherbrillen als auch in kompletten Taucherhelmen anbringen lassen.

Im Oktober 2016 soll die Erprobung des DAVD HUD in die zweite Phase gehen.

Die Marine stattet einen Zerstörer mit fürchterlicher Waffe aus

0 Kommentare zu diesem Artikel
2200641