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US-Kartellbehörde: Vista und IE sind kartellrechtlich in Ordnung

22.11.2006 | 16:33 Uhr |

In Redmond dürften einigen Microsoft-Verantwortlichen Steine, ja ganze Felsbrocken von Herzen gefallen sein. Denn der neueste Bericht der US-Kartell-Behörde stellt fest: Windows Vista entspricht den amerikanischen Wettbewerbsvorschriften.

Microsoft schlägt sich seit Jahren mit Kartellbehörden wegen des Vorwurfs der Wettbewerbsverzerrung herum. In den USA, in Südkorea und auch in Europa - dort macht die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes dem US-Konzern mächtig Feuer unterm Hintern ( die PC-WELT berichtete ). In den USA hat Microsoft jetzt einen wichtigen Etappensieg errungen: Laut des neuesten Berichts im US-Kartellverfahren gegen die Redmonder Softwareschmiede gehen sowohl Windows Vista als auch der Internet Explorer 7 konform mit den Wettbewerbsvorschriften. Zumindest bis zum jetzigen Datum.

Ausschlaggebend für das positive Urteil ist die Tatsache, dass Microsoft umfangreiche Dokumentationen zu Vista zur Verfügung gestellt hat. Die US-Behörden unterzogen Vista und den IE außerdem ausgiebigen Tests.

Mit den von Microsoft zur Verfügung gestellten Unterlagen können Hersteller von so genannter Middleware ihre Produkte optimal auf Microsofts neuestes Betriebssystem abstimmen. Rund 30 Unternehmen sollen davon betroffen sein.

Microsofts neue Dokumentationen seien leicht verständlich und aufschlussreich, wie der Kartellbericht lobend hervorhebt. Ganz durch ist Microsoft damit aber noch nicht, die Redmonder müssen auch in Zukunft noch weitere Unterlagen vorlegen. Bis November 2009 kann sich Microsoft aber Zeit lassen, die noch ausstehenden Informationen bereit zu stellen.

Mit Middleware meint der Kartellreport für den Anwenderalltag grundlegende Software wie beispielsweise Instant Messenger, Media Player, Mailclients und Browser. Microsoft hat sein Betriebssystem immer schon mit einer Fülle von solcher Middleware ab Werk ausgestattet, denken wir nur an den Internet Explorer, den Windows Media Player und an Outlook Express. Da Microsoft in der Vergangenheit zudem mit Informationen zu den technischen Grundlagen zu seiner Middleware und den Schnittstellen zum Betriebssystem knauserte, hatten konkurrierende Fremdhersteller von Middleware erhebliche Probleme, ihre Produkte gegen die Microsoft-Middleware durchsetzen zu können. Deshalb klagten verschiedene Hersteller gegen Microsoft.

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