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US-Firma will Auslieferung von Windows XP verhindern

29.06.2001 | 12:18 Uhr |

Anfang des Jahres reichte das US-Unternehmen Intertrust, spezialisiert auf die Entwicklung von Kopierschutz-Techniken, Klage gegen Microsoft wegen Patentdiebstahls ein. Jetzt hat Intertrust zum neuerlichen Schlag ausgeholt und die Klage erheblich erweitert: Die Firma strebt nun an, Microsoft den Verkauf seines Betriebssystems Windows XP gerichtlich verbieten zu lassen.

Anfang des Jahres reichte das US-Unternehmen Intertrust, spezialisiert auf die Entwicklung von Kopierschutz-Techniken, Klage gegen Microsoft wegen Patentdiebstahls ein. Jetzt hat Intertrust zu einem neuerlichen Schlag ausgeholt und die Klage erheblich erweitert: Die Firma strebt nun an, Microsoft den Verkauf seines Betriebssystems Windows XP gerichtlich verbieten zu lassen.

Bislang warf Intertrust dem Softwaregiganten aus Redmond vor, dass der Windows Media-Player Technologien enthalte, auf die Intertrust seit Februar 2001 das Patent besitzt ( wir berichteten ). Intertrust wollte eine Unterlassungsklage gegen den Softwaregiganten durchsetzen und stellte Schadensersatzforderungen in unbekannter Höhe. Bei Erfolg dieser Klage wäre lediglich der Microsoft Media-Player betroffen gewesen. Die neue Klage reicht jedoch viel weiter.

Grundlage für die Erweiterung der Klage: Intertrust hat vor kurzem ein wichtiges Patent (US 6,253,193) erhalten, welches sichere Verfahren für den Austausch von Daten beschreibt. Diese Technologie soll nach Angaben von Intertrust auch in den Betriebssystemen von Microsoft integriert sein.

Microsoft wollte sich nach Informationen unseres Schwestermagazins Computerwoche zu den Vorwürfen bislang nicht äußern.

Microsoft-Zerschlagungsurteil aufgehoben (PC-WELT Online, 28.06.2001)

MS-Prozess: Optimismus pur bei Microsoft (PC-WELT Online, 22.06.2001)

Neuer Ärger für Microsoft? (PC-WELT Online, 21.06.2001)

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