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US-Firma nimmt MS-Produkt-Palette ins Visier

25.06.2002 | 10:15 Uhr |

Das US-Unternehmen Intertrust, spezialisiert auf die Entwicklung von Kopierschützen, sorgte letztes Jahr für Furore, als die Firma anstrebte, Microsoft den Verkauf seines Betriebssystems Windows XP gerichtlich verbieten zu lassen. Der Grund: Der Windows Media-Player enthalte Technologien, auf die Intertrust das Patent besitze. Jetzt hat das Unternehmen nochmal genau Microsofts Produkte unter die Lupe genommen und zu einem neuerlichen Schlag ausgeholt.

Das US-Unternehmen Intertrust , spezialisiert auf die Entwicklung von Kopierschützen, sorgte letztes Jahr für Furore, als die Firma anstrebte, Microsoft den Verkauf seines Betriebssystems Windows XP gerichtlich verbieten zu lassen. Der Grund: Der Windows Media-Player enthalte Technologien, auf die Intertrust das Patent besitze. Jetzt hat das Unternehmen nochmal genau Microsofts Produkte unter die Lupe genommen und zu einem neuerlichen Schlag ausgeholt.

In einer Klageerweiterung hat Intertrust die Anzahl der Patente, die von Microsoft unrechtmäßig genutzt werden sollen, von sieben auf elf erhöht. Damit verdreifachen sich beinahe die sich daraus ergebenen Ansprüche gegen Microsoft, wie der englischsprachige Informationsdienst The Register zu berichten weiß.

So verweist Intertrust mittlerweile auf 144 Ansprüche und rund 190 so genannte "mögliche Urheberrechtsverletzungen".

Damit gerät allmählich die gesamte Microsoft-Produktpalette ins Visier von Intertrust - mittlerweile sollen Windows XP, Office XP, Microsoft .NET, Windows Media Player, die Xbox, Produkte für Windows CE und Teile von Microsofts Active X Technologie betroffen sein.

Microsoft Sprecher Jim Desler warf im Gegenzug der Firma vor, sich wirtschaftlich einzig und allein darauf zu konzentrieren, fragwürdige Patentklagen gegen Microsoft anzustrengen.

US-Firma will Auslieferung von Windows XP verhindern (PC-WELT Online, 29.06.2001)

Hat Microsoft Patent geklaut? (PC-WELT Online, 27.04.2001)

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