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US-Filmstudio Paramount kehrt Blu-Ray den Rücken

21.08.2007 | 12:57 Uhr |

Das Lager um die HD-DVD kann einen Etappensieg verbuchen: Paramount und seine Tochter DreamWorks haben sich gegen Blu-Ray entschieden.

Der amerikanische Filmkonzern Paramount ("Star Trek") hat am Montag angekündigt, dass seine hochauflösenden Filme künftig nur auf dem DVD-Nachfolgeformat HD-DVD erscheinen werden. Der Schritt umfasst auch die Filme der Tochtergesellschaft DreamWorks ("Shrek", "Transformers"). Die Entscheidung ist ein Schlag gegen Sony und sein Konkurrenzformat Blu-Ray. Bislang hatte Paramount hochauflösende Filme auf beiden "Standards" veröffentlicht. Gründe für die Entscheidung seien der niedrigere Endkundenpreis der HD-DVDs verglichen mit Blu-Ray, so Paramount. Derzeit wogt der Frontverlauf der beiden Formate hin und her: Vor rund zwei Monaten hatte sich der Filmverleiher Blockbuster entschieden , nur noch Filme auf Blu-Ray in sein Sortiment aufzunehmen.

Mit dem Schritt von Paramount schmilzt auch der Vorsprung des Sony-Formats bei den großen Hollywood-Studios. Exklusiv auf Blu-Ray veröffentlichen derzeit die Konzerne Sony, Disney und 20th Century Fox. Universal hatte bislang als einziges Unternehmen exklusiv auf HD-DVD gesetzt, Warner ist noch neutral. Marktforschern zufolge wurden in der ersten Jahreshälfte in den USA 1,6 Millionen Blu-Ray-Filme verkauft gegenüber 800.000 Streifen auf HD-DVD, das von Microsoft und Toshiba unterstützt wird. Das Problem: Wenn die Kinder sowohl "Cars" als auch "Shrek" sehen wollen, müssen Player für beide Formate gekauft werden. Oder man wartet auf ein Dual-Format-Gerät beispielsweise von LG oder Samsung. (ajf)

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