195468

US-Filmindustrie hat erste Klagen eingereicht

17.11.2004 | 14:52 Uhr |

In den USA müssen sich nach den Anbietern von Musik-Dateien jetzt auch Tauschbörsennutzer, die illegal Filme tauschen, warm anziehen, denn der dortige Filmverband MPAA hat nun erste Klagen gegen einzelne Anwender eingereicht.

Der US-Filmverband MPAA hat in den USA jetzt die ersten Klagen gegen einzelne Anwender eingereicht, die per Internet illegal Filme getauscht haben. Auf die Betroffenen kommen in erster Linie harte Schadenersatzforderungen zu.

"Die Filmindustrie muss rechtliche Schritte gegen Personen einleiten, die unsere Filme per Internet stehlen", so der Präsident der MPAA, Dan Glickman. Und weiter: "Die Zukunft unserer Industrie und den damit verbundenen hunderttausenden Arbeitsplätzen muss unter Zuhilfenahme aller Möglichkeiten vor dieser Art von Diebstahl geschützt werden."

Inwiefern verklagte Personen tatsächlich vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden, bleibt zwar abzuwarten, doch bei einer Verurteilung sieht es - finanziell gesehen - sehr düster für die Betroffenen aus. So sieht der Copyright Act Geldstrafen in Höhe von bis zu 30.000 Dollar pro Film vor, der per Internet getauscht wurde. Bei vorsätzlichem Handeln können sogar bis zu 150.000 Dollar pro Film fällig werden.

Neben der Bekanntgabe der Einreichung der ersten Klagen stellte die MPAA auch ein kostenloses Software-Tool vor, das illegale Filme oder Musik-Dateien sowie P2P-Programme auf PCs erkennen und diese auf Knopfdruck löschen soll.

Das Tool soll sich vor allem an Eltern richten, die überprüfen wollen, ob auf den Rechnern ihrer Kinder derartige Dateien vorhanden sind. Laut MPAA werden dabei keine Daten über gefundene Filme oder Musiktitel an die Industrie übermittelt. Das Tool soll, sobald es fertig gestellt ist, über diese Seite zum Download angeboten werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
195468