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US-Elektroschrott gefährdet Umwelt in Entwicklungsländern

26.02.2002 | 10:20 Uhr |

Alte Computer und andere elektronische Geräte aus den USA gefährden einer Studie zufolge als Müllexport Menschen und Umwelt in Ländern wie China und Indien. Die Untersuchung wurde in San Jose (US-Staat Kalifornien) von den Umweltverbänden "Silicon Valley Toxic Coalition" und "Basel Action Network" veröffentlicht.

Alte Computer und andere elektronische Geräte aus den USA gefährden einer Studie zufolge als Müllexport Menschen und Umwelt in Ländern wie China und Indien. Die Untersuchung wurde in San Jose (US-Staat Kalifornien) von den Umweltverbänden "Silicon Valley Toxic Coalition" und "Basel Action Network" veröffentlicht.

Am Beispiel einer Region in Süd-China wird das Problem verdeutlicht. Dort zerlegen rund 100.000 Hilfsarbeiter und ihre Familien ausrangierte Computer mit veralteten Methoden. Hierbei seien die Arbeiter giftigen Stoffen ausgesetzt. Die "E-Abfälle" hätten dabei das Grundwasser bereits derart verseucht, dass Trinkwasser mittlerweile herantransportiert werden muss.

Jim Puckett, Mitverfasser der Studie, bezeichnete die Situation als "Cyberalter-Albtraum". Seinen Angaben zufolge seien die USA das einzige Industrieland, das sich nicht an ein internationales Abkommen gebunden hat, welches den Transport gefährlicher Abfälle in Entwicklungsländer verbietet.

Große Mengen Abfälle aus Plastik und gefährlichen Schadstoffen würden in China verbrannt und in Feldern, Bewässerungskanälen und entlang von Flüssen abgeladen, heißt es in der Untersuchung.

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