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US-Ebay verschickt keine automatischen Mails mehr

07.02.2005 | 15:14 Uhr |

Während bei Ebay Deutschland die Preise teilweise weiter steigen, legt die amerikanische Plattform den Rückwärtsgang ein. Mit Serviceverbesserungen und einer Ausweitung des telefonischen Supports will man die Kunden halten.

Während das Online-Auktionshaus Ebay in Deutschland Mitte Februar seine Gebühren anpasst und zum Teil deutlich erhöht (so wird etwa die Sofort-Kaufen-Option für einen Artikel über 100 Euro 50 Cent statt bisher 10 Cent kosten), stehen den Amerikanern Gebührensenkungen ins Haus. 25 US-Cent statt 30 kostet dort ab sofort das Einstellen eines Artikels zum Mindestpreis.

Zusätzlich plant das amerikanische Management, die Verwendung von Autoresponder-Mails einzuschränken und binnen 90 Tagen fast vollständig darauf zu verzichten. Ausbauen will man auch den kostenlosen Telefon-Support, der bislang lediglich Powersellern zur Verfügung steht. Dies teilte jetzt Bill Cobb, Präsident von Ebay Nordamerika in einer Rundmail an alle Mitglieder mit. „Ebay hat nie aufgehört, auf das zu hören, was unsere Anwender sagen und wird das auch nie tun“, so Cobb. Er gibt sogar seine eigene Mailadresse an und verspricht, die Mails auch wirklich alle zu lesen – ein wohl wenig realistisches Versprechen.

Die oft halbherzigen, nur teilweise zum geschilderten Problem passenden Reaktionen auf Mails bringen auch in Deutschland die Anwender immer wieder zur Verzweiflung, wie Beiträge in den Ebay-Foren und in Foren wie 123Recht zeigen. "Wir bemühen uns, durch proaktive Kommunikation die Kunden so gut wie möglich zu betreuen", erklärt uns eine Pressesprecherin des Internet-Auktionshauses. Sie räumt aber ein, dass auch in Deutschland noch einiges zu verbessern ist. "Daran arbeiten wir und investieren kontinuierlich in den Support." - Immerhin: Seit knapp zwei Jahren haben Kunden in Deutschland die Möglichkeit, das Auktionshaus telefonisch zu erreichen, wenn auch über eine kostenpflichtige Mehrwertnummer (0900/1463229, zwischen 9 und 20 Uhr, 59 Cent pro Minute).

Ebay: Neue Verkaufs-Gebühren ab dem 18.2. (PC-WELT Online, 13.01.2005)

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