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US-Bürgerrechtsgruppe: DVD-Kopien sollen legal werden

17.03.2003 | 15:05 Uhr |

Die US-Bürgerrechtsgruppe Electronic Frontier Foundation (EFF) macht sich für die DVD-Kopiersoftware "DVD X Copy" stark. Die EFF fordert zusammen mit den Organisationen "Public Knowledge" und "Computer Professionals for Social Responsibility" eine Bestätigung durch ein US-Bezirksgericht, dass Software für die Erstellung von Sicherheitskopien und Auszügen von DVDs weiterhin legal bleibt.

Die US-Bürgerrechtsgruppe Electronic Frontier Foundation (EFF) macht sich für die DVD-Kopiersoftware "DVD X Copy" stark.

Die EFF fordert zusammen mit den Organisationen "Public Knowledge" und "Computer Professionals for Social Responsibility" eine Bestätigung durch ein US-Bezirksgericht, dass Software für die Erstellung von Sicherheitskopien und Auszügen von DVDs weiterhin legal bleibt.

"Um das Recht auf Privatkopien zu verteidigen, müssen wir sichergehen, dass die benötigten Tools verfügbar bleiben", so die EFF-Anwältin Wendy Seltzer. Nach Ansicht der Juristin sind Urheberrechte dazu da, um einen Ausgleich zwischen privaten und öffentlichen Interessen zu schaffen. "Die augeblickliche Auslegung des DMCA zerstört jedoch diese Balance", so Seltzer.

DMCA ist die Abkürzung für den "Digital Millennium Copyright Act". Dieses Gesetz ist in den USA sehr umstritten und sorgt seit seiner Verabschiedung für kontroverse Diskussionen.

Im April 2002 hatte 321 Studios , Entwickler von DVD X Copy Klage gegen neun große Filmstudios eingereicht ( wir berichteten ). Der Software-Hersteller wollte von einem Gericht feststellen lassen, dass seine Software nicht gegen das DMCA verstößt.

Die Hollywood-Studios sind allerdings nicht der Meinung von 321 Studios und pochen darauf, dass durch das Tool Kopierschutzmechanismen widerrechtlich umgangen werden. Im Dezember 2002 reichten die Filmstudios ihrerseits mit der DMCA-Keule schwingend Klage gegen 321 Studios ein ( wir berichteten ).

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